Borussia Mönchengladbach: Dieter Hecking sieht Personalsituation trotz Verletzungen sehr gelassen

Große Auswahl trotz sieben Verletzter : Hecking sieht Personalsituation sehr gelassen

„Mir wird das schon wieder zu hoch gehängt“, sagte Dieter Hecking nach dem 11:1 gegen den BSC Hastedt über die verletzungsbedingten Ausfälle bei Borussia. Vier der sieben Verletzten könnten übernächste Woche wieder im Teamtraining sein.

Yann Sommer und Josip Drmic saßen auf der Couch, Keanan Bennetts trat im Rahmen der Belastungssteuerung etwas kürzer, in der U23 spielten Mandela Egbo, Torben Müsel und Florian Mayer, hinzu kamen die sieben Verletzten – und trotzdem konnte Trainer Dieter Hecking in Christoph Kramer, Fabian Johnson und Denis Zakaria drei potenzielle Stammspieler und Gesichter der Mannschaft 90 Minuten draußen lassen beim 11:1 gegen den BSC Hastedt.

Die Tatsache, dass die Zahl der Ausfälle schon wieder auf dem Durchschnittsniveau der in dieser Hinsicht grausigen Vorsaison lag, nahm der Trainer entsprechend locker. „Mir wird das schon wieder zu hoch gehängt. Natürlich haben wir Verletzte, aber schauen Sie mal bei den anderen Bundesligisten“, sagte der 53-Jährige. „Wir haben mit Stindl, Doucouré und Villalba drei alte Verletzungen, die kann man nicht richtig zählen. Elvedi hatte eine Blinddarm-OP, da kann man nichts machen. Und mit Bénes, Lang und Traoré haben wir drei, die kurz vor dem Wiedereinstieg stehen“, rechnete Hecking vor.

Die sieben Spieler, die unfreiwillig pausierten in der ersten Pokalrunde, werden zum Liga-Auftakt gegen Bayer Leverkusen wohl auch ausfallen. Laszlo Bénes werde womöglich aber schon in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren, Michael Lang habe am Sonntag eine intensive Laufeinheit absolviert, sagte Hecking, „und zu Ibo Traoré muss ich gar nichts sagen, der hätte am liebsten heute schon wieder gespielt.“

Noch musste also kein Borusse zu Hause bleiben, der sich angesichts seiner Nicht-Nominierung für den Kader die Augen gerieben hat. Sobald Elvedi, Lang, Traoré und Bénes aber zurück sind, wird es die ersten Härtefälle geben. Doch genau auf diese extreme Konkurrenzsituation wartet der Hecking seit mehr als anderthalb Jahren. „Mir macht es das Leben einerseits schwerer, andererseits will man als Trainer die volle Kapelle beisammen haben, um mit unterschiedlichen Typen auf den Gegner reagieren zu können“, sagte er.

Die Vorbereitung auf Leverkusen beginnt am Dienstag um 13 Uhr. Dann werden sich alle, die gegen Hastedt zunächst auf der Bank saßen, zeigen wollen: Michael Cuisance, Patrick Herrmann, Andreas Poulsen, die eingewechselt wurden, sowie die erwähnten Kramer, Zakaria und Johnson, die gar nicht zum Einsatz kamen.

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