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Borussia Mönchengladbach: Dieter Hecking nimmt sein Team in die Pflicht

Borussia Mönchengladbach : Hecking nimmt sein Team in die Pflicht

Borussias Trainer erwartet nach dem 0:0 in Frankfurt nun eine Reaktion im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin. Vor dem Gegner am Mittwochabend warnt er zwar ausdrücklich, betont aber auch, er wolle die Mannschaften, die vor den Gladbachern stehen, unter Druck setzen.

Dass es nach der Länderspielpause direkt mit einer Englischen Woche in der Bundesliga weitergeht, gefällt Dieter Hecking: "Englische Wochen kennen wir, und wir freuen uns, dass es so losgeht. Gerade, wenn man unter der Woche ein Heimspiel hat, ist das ein kleiner Vorteil", sagte Borussias Trainer vor dem Heimspiel am Mittwoch (20 Uhr) gegen Hertha BSC Berlin.

Dabei müsse sein Team allerding anders auftreten als am Samstagabend beim glücklichen 0:0 bei Eintracht Frankfurt. "Wir haben insgesamt nicht gut gespielt", monierte Hecking, mochte das aber nicht an der etwas fahrigen Vorstellung von Spielgestalter Raffael festmachen, dessen Ehefrau auch am Dienstagmittag noch hochschwanger im Krankenhaus verweilte. "Die Kinder sind noch nicht da", berichtete Hecking mit Blick auf die Zwillinge, die in den nächsten Stunden das Licht der Welt erblicken könnten. Solange es noch nicht so weit ist, ist Raffael natürlich gegen seinen Ex-Klub, bei dem er von 2008 bis 2012 spielte, gesetzt, denn: "Wir wissen, dass er vor allem zu Hause sehr viel Wucht nach vorne entfalten kann." Dass das in Frankfurt nicht gelang, wollte der Trainer "nicht um Raffael stricken", sondern: "Wir haben nach vorne insgesamt nicht die Qualität gebracht, die wir uns vorstellen. Da ist Raffael angebunden."

Das 0:0 von Frankfurt sah Hecking in der Rückschau schon wieder positiver als noch am Samstag: "Ein Auswärtspunkt in Frankfurt ist nicht so schlecht, die Eintracht steht immer auch vor uns. Wir haben einen Punkt nach vorne gut gemacht", sagte er Blick darauf, dass es sowohl auf den Relegationsplatz 16 als auch auf die Ränge, die zur Europa-League-Qualifikation berechtigen, nur noch vier statt fünf Punkte sind. "Ich habe immer gesagt, dass ich nach vorne angreifen will", betonte Hecking. "Wir wollen die vor uns unter Druck setzen. Uns fehlt ein Platz zur Einstelligkeit, was wir im Januar als Ziel ausgegeben haben. Das ist auch weiterhin das Ziel. Dass Siege dafür wichtig sind, ist ganz normal. Und dafür haben wir jetzt die Gegner."

Zunächst einmal die Hertha. Die hat zuletzt geschwächelt, unter anderem am Freitagabend gegen Hoffenheim mit 1:3 verloren. Daher speiste sich Heckings Einschätzung: "Ich sehe Hertha im Moment gar nicht so stark. Die letzten Ergebnisse waren nicht so gut." Der Trainer warnte aber auch direkt: "Hertha steht trotzdem auf Rang fünf. Die erste Halbzeit gegen Hoffenheim war gut, das Spiel kippte erst mit dem Platzverweis. Die Berliner stehen nicht umsonst auf Rang fünf." Und dann wurde Hecking noch eindringlicher: "Wir müssen demütig sein. Wir können nicht erwarten, dass wir Hertha aus dem Stadion schießen. Wir müssen alles reinwerfen. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie anders auftritt als in Frankfurt."

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Gegen Berlin werden am Mittwochabend die verletzten Akteure Fabian Johnson, Marvin Schulz, Mamadou Doucouré und Christoph Kramer ebenso fehlen wie der gesperrte Tobias Strobl. Die beiden letztgenannten fehlen so auch als Teil der Doppel-Sechs neben Mo Dahoud. Das sorge für Gedanken in seinem Kopf, sagte Hecking, nicht aber für Kopfschmerzen. Sicher ist, dass Andreas Christensen keine Option für diese Position ist, der Trainer will seine Innenverteidigung beibehalten. Tony Jantschke, der nach seiner Handgelenksprellung trotz kleinerer Einschränkungen durch die Bandage voll trainiert habe, könne die erste Wahl neben Dahoud sein. "Er hat das gegen Bayern sehr gut gemacht", sagte Hecking und zählte die weiteren Kandidaten Laszlo Benés und Jonas Hofmann ebenfalls in der Kategorie "sehr gut" auf. "Wer auch immer das Vertrauen kriegt, wird alles geben. Es wird auch eine Lösung sein, hinter der ich 100-prozentig sehe", sagte Hecking.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Dieter Hecking