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Borussia Mönchengladbach: Die sportlichen Erkenntnisse aus dem Ukraine-Spiel

Wer spielt gegen Hoffenheim? : Diese Erkenntnisse lassen sich aus dem Ukraine-Spiel ziehen

Der sportliche Wert des Benefizspiels gegen die Ukraine war für die Borussia am Mittwochabend überschaubar. Doch in Sachen Personal lassen sich im Hinblick auf das Saisonfinale am Samstag gegen Hoffenheim trotzdem einige Erkenntnisse ziehen.

Das Ergebnis war absolut zweitrangig. Borussia verlor am Mittwochabend das Benefizspiel gegen die Nationalmannschaft der Ukraine, sendete mit dem emotionalen Abend im Borussia-Park eine Botschaft für den Frieden aus. Der sportliche Wert hielt sich für die Gladbacher in Grenzen. Doch ließen sich durchaus einige Erkenntnisse für das Saisonfinale am Samstag daheim gegen 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr/Sky) ziehen.

Bestmögliche Mannschaft Trainer Adi Hütter bot – verteilt auf beide Halbzeiten – den bestmöglichen Kader auf, den Borussia in dieser Woche zur Verfügung hatte. Borussia wollte der Ukraine, für die es der erste Test für das im Juni anstehende WM-Play-off-Halbfinale gegen Schottland war, ein guter Testgegner sein. „Das ist ein fairer, sportlicher Wettbewerb, die Ukrainer wollen da nichts geschenkt bekommen“, sagte Gladbachs Kapitän Lars Stindl am Mittwochabend. Hütter versuchte die Einsatzzeiten gut auf alle Spieler zu verteilen. Da es aber keine personelle Unterstützung aus U-Mannschaften des Klubs gab, hatte er nicht zwei komplette Teams für zwei Halbzeiten zur Verfügung – Rocco Reitz und Joe Scally spielten durch.

Die Angeschlagenen fehlen weiter Marcus Thuram, Laszlo Bénes, Christoph Kramer und Tony Jantschke standen beim letzten Ligaspiel in Frankfurt allesamt nicht zur Verfügung, zudem musste vergangenen Sonntag kurz vor Schluss Jordan Beyer mit muskulären Problemen ausgewechselt werden. Keiner der Spieler stand gegen die Ukraine im Kader. Wer noch eine Chance auf die Rückkehr in den Kader für das Hoffenheim-Spiel hat, bleibt abzuwarten. Fällt Beyer aus, muss Hütter in der Dreierkette wieder umstellen. Fraglich ist jedoch, ob Matthias Ginter noch einen Abschieds-Einsatz erhält. Womöglich rückt auch Joe Scally in die hintere Abwehrreihe, gegen die Ukrainie ließ Hütter ihn dort in der zweiten Halbzeit spielen.

Reitz und Müsel mit Comeback Rocco Reitz und Torben Müsel werden die Borussen am Samstag nicht unterstützen können. Da sie in der laufenden Rückrunde an belgische Erstligisten ausgeliehen waren, sind sie nicht spielberechtigt. Immerhin konnten sie gegen die Ukraine ihr Comeback bei Borussia feiern, nachdem sie gleich nach dem Saisonende in Belgien bereits wieder zu ihrem Heimatklub zurückgekehrt sind. Reitz spielte am Mittwoch gar erstmals vor so vielen Zuschauern im Borussia-Park – 20.223 waren dabei. „Es war ein Wahnsinnsgefühl. Und für mich war es gut, dass ich mich mal über 90 Minuten zeigen konnte“, sagte Reitz.

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Keine Unterstützung durch die U23 Über die Spieler des Profikaders hinaus waren keine Borussen am Mittwochabend dabei. Normalerweise wäre es eine willkommene Gelegenheit gewesen, den Kader zumindest mit Spielern aus der U23 aufzufüllen. Doch die hat am Samstag ihr entscheidendes Spiel um den Verbleib in der Regionalliga West. Insofern wurde kein Spieler sicherheitshalber hochgezogen. Das galt auch für Profi Mamadou Doucouré, der zurzeit regelmäßig in der U23 zum Einsatz kommt. Der Franzose hat sich nach langer Verletzungspause zurückgekämpft, für ihn wäre das Spiel im Borussia-Park sicher eine tolle Belohnung gewesen. Doch Doucouré ist für die Zweitvertretung eine wichtige Stütze im Abstiegskampf, für den von Verletzungen gebeutelten Verteidiger wären zwei Einsätze in drei Tagen ein zu großes Risiko.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussia und die Ukraine senden Botschaft für Frieden