Borussia Mönchengladbach: Die Noten der Saison 2016/2017

Borussia Mönchengladbach : Auch das Zeugnis ist ein Wellental

51 Spiele mit insgesamt 590 Benotungen: Es war eine ereignisreiche, lange, aber ebenso sehr wechselhafte Saison der Borussen, die sich in den Noten der RP-Sportredaktion widerspiegelt.

Dementsprechend ist es wenig verwunderlich, dass der Notenschnitt der Gladbacher in der Bundesliga zwischen "befriedigend" und "ausreichend" liegt, während die Benotungen in den beiden Pokalwettbewerben etwas positiver ausgefallen sind. Ein Gesamtzeugnis, das sich mit dem Erreichten in der Saison 2016/17 deckt. Doch der Reihe nach.

Andreas Christensen. Foto: Dirk Päffgen

Die Aufsteiger der Rückrunde So wie sich Borussia unter ihrem neuen Trainer Dieter Hecking im zweiten Saisonteil allgemein steigerte, so verbesserten sich auch die Liga-Noten der Spieler. Yann Sommer und Christoph Kramer sind dabei nicht nur die Notenbesten der Bundesliga-Rückrunde, sie verzeichnen auch die größte Steigerung gegenüber der Hinserie. Der Torwart, der im Winter noch bei einer 3,3 lag, wurde im zweiten Saisonteil kein einziges Mal schlechter als 3- beurteilt und kommt in der Rückrunde auf eine überzeugende 2,6.

Raffael. Foto: Dirk Päffgen

Bester Feldspieler war Kramer, der auf eine 2,8 kommt - zum Jahreswechsel verbuchte er für seine Hinrundenleistungen noch eine 3,6. Deutlich verbessert zeigte sich auch Raffael (Hinrunde: 3,7, Rückrunde: 2,9), allerdings kam der Brasilianer nur auf sieben benotete Einsätze seit dem Rückrundenbeginn.

Foto: Dirk Päffgen

Die Konstanz in Person Natürlich hatte auch ein Andreas Christensen seine Schwankungen in der abgelaufenen Saison. Vor allem schien der Däne seinen Notenschnitt gegenüber der Hinrunde ebenfalls klar verbessern zu können, ehe er in den letzten Saisonspielen etwas schwächelte. Immerhin reichte es noch zu einer ordentlichen 3,1, die zusammen mit der 3,3 der Hinrunde eine 3,2 in der Meisterschaft ergibt. Und da Christensen in den Pokalspielen auf fast denselben Wert kommt, steht er auch in der Gesamtnote bei einer 3,2. Auf ganz ähnliche Werte, nur mit weniger benoteten Spielen, kommt Abwehrkollege Tony Jantschke, in dessen Abschlusszeugnis ebenfalls eine 3,2 steht.

Foto: Dirk Päffgen

Raffael brilliert international 17 Partien bestritt Borussia in den Pokalwettbewerben DFB- und Europapokal - das macht genau eine Halbserie im Ligabetrieb. Klassenprimus ist dabei Raffael. Der Angreifer kommt letztlich zwar nur auf acht benotete Pokalspiele, seine Durchschnittsnote von 2,4 hat aber trotzdem eine gewisse Aussagekraft. Denn es waren vor allem seine internationalen Auftritte in der Hinrunde, die ihm diesen herausragenden Wert bescherten: Viermal erhielt er mindestens die 2+. Doch auch seine Sturmpartner Thorgan Hazard und Lars Stindl, Torwart Sommer (jeweils 2,7) sowie Jannik Vestergaard (2,9) kommen auf starke Pokal-Werte.

Foto: Dirk Päffgen

Die Notenbesten Raffael kann dank seiner Europapokal-Auftritte auch auf eine gute Gesamtnote von 3,1(bei 26 benoteten Partien) verweisen. Stindl kann denselben Wert für sich verbuchen - indes nach 44 Spielen mit Benotung. Der Kapitän ist damit auch notenbester Feldspieler der Saison. Nur Keeper Yann Sommer wurde insgesamt noch besser benotet: 2,9.

Foto: Dirk Päffgen
Foto: Dirk Päffgen

Ein Trio mit Luft nach oben Nicht alle Borussen können indes zufrieden mit ihrer Saison sein. Im hinteren Feld der Spieler, die auf mindestens zehn benotete Einsätze kommen, liegen André Hahn (3,8), Jonas Hofmann und Tobias Strobl (jeweils 3,6). Alle drei haben gemeinsam, dass sie ihren Notenschnitt durch ihre Auftritte in den Cupwettbewerben noch verbessert haben, in der Liga aber zu oft unter den Erwartungen blieben. So kommt beispielsweise Hofmann, dem in der Meisterschaft kein einziges Tor gelang, in DFB- und Europapokal immerhin auf eine glatte 3. Doch nicht nur bei diesem Trio besteht Luft nach oben; Steigerungspotenzial hat nach einer Saison im "Befriedigend"-Bereich das gesamte Team.

(togr)