Borussia Mönchengladbach: Die Frauen-Bundesliga startet

Frauenfußball: Borussias Frauen peilen den Klassenerhalt an

Der Aufsteiger ist zurück im Oberhaus. Das Team soll den Schwung aus dem 4:3-Pokalsieg in Cloppenburg mitnehmen und möglichst gegen direkte Konkurrenten keine Punkte abgeben. Cheftrainer René Krienen hält daher den Start für besonders wichtig.

Borussias Frauen starten Sonntag gegen Werder Bremen in die neue Bundesliga-Saison. Nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr geht es also wieder in der höchsten deutschen Spielklasse zur Sache. Cheftrainer René Krienen, der parallel auch im Trainerstab der U 17- und U 15-Juniorinnen-Mannschaften Borussias dabei ist, hofft auf Punkte zum Liga-Auftakt. Er sieht die Frauen vom SV Werder durch ihre Erfahrung in der Favoritenrolle, traut seinem Team aber viel zu. „Wir wollen gegen Werder geschlossen als Mannschaft auftreten und auf Augenhöhe agieren. Ein Sieg zum Start wäre natürlich traumhaft für den Kopf und die Moral“, sagt Krienen.

Seine Mannschaft ist gut vorbereitet dank vieler intensiver Arbeitswochen. Der Borussen-Trainer will einen gesunden Mix aus Abwehr und Offensivfußball spielen lassen, mit dem Fokus auf schnelle Konter und einem guten Umschaltverhalten. Doch durch viele Zugänge und die Abgänge gestandener Stammspielerinnen wie Liv Aerts oder Jule Dallmann musste sich die Mannschaft erst neu finden. „Vor allem die Abstimmung zwischen Abwehr und Mittelfeld funktionierte zu Beginn der Vorbereitung noch nicht so wie sie sollte“, erklärt der Trainer.

Die Ergebnisse in den Testspielen sahen daher teilweise noch etwas wackelig aus. Neben einem 3:1-Sieg gegen den KRC Genk, einem 2:2 gegen PSV Eindhoven und einem 2:2 gegen Bayer Leverkusen, hagelte es auch eine 0:7-Niederlage gegen die SGS Essen und ein 0:4 gegen den SC Heerenveen. „Gerade von den jüngeren Spielerinnen können wir im Trainerteam noch keine durchgängige Konstanz erwarten. Da muss der Trainingsprozess noch richtig greifen. Von der Ausdauer und Kondition sind wir auf dem Liga-Niveau angekommen. Jetzt zählt es, sich spielerisch zu verbessern und Fehler abzustellen“, sagt Krienen.

Beim ersten Pflichtspiel der Saison stimmte die Leistung. In der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Zweitligisten BV Cloppenburg kämpften sich Borussias Frauen nach 0:2-Rückstand zurück in die Partie und erzielten in der 90. Minute, in Person von Sarah Abu Sabbah, den 4:3-Siegtreffer. „Das Pokalspiel war eine offene Schlacht. Cloppenburg hat seine Chancen gnadenlos ausgenutzt, doch wir haben eine tolle Moral bewiesen und uns durch den starken Teamspirit am Ende belohnen können“, sagt Krienen. Der Trainer will den Schwung aus dem Pokalspiel mit in die Liga nehmen. „Fußball ist nicht nur Technik und Taktik, vieles spielt sich auch im Kopf ab. Da kann so ein Last-Minute-Sieg schon mal Kräfte freisetzten. Wir wissen, dass wir eine starke Mannschaft haben und gut aufgestellt sind“, sagt Krienen.

Das Ziel für die kommende Saison hat er klar definiert. Er will mit seinem Team die Klasse halten und besonders gegen die direkten Konkurrenten keine Punkte hergeben: „Wir wollen und werden um den Klassenerhalt mitspielen. Natürlich wird es schwer, gegen Mannschaften wie Bayern oder Wolfsburg zu punkten. Deswegen werden die ersten Spieltage besonders wichtig für uns sein, da wir nur gegen direkte Tabellenkonkurrenten spielen.“