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Borussia Mönchengladbach: Die Erinnerung an Hertha und Basaksehir kann hilfreich sein

Borussia vor dem Saisonfinale : Darum ist die Erinnerung an diese beiden Spiele hilfreich

Die Erinnerung an das 0:3 gegen Hertha BSC in der vergangenen Saison und das 1:2 gegen Basaksehir in der Europa League kann den Borussen im Saisonfinale am Samstag gegen die Berliner helfen.

Borussia Mönchengladbach hat viel erreicht in dieser Saison. Zum sechsten Mal seit 2012 hat sich der niederrheinische „Vorzeigeklub“, wie Fortuna Düsseldorfs Ex-Trainer Friedhelm Funkel zuletzt sagte, für den Europapokal qualifiziert. Nun gilt es zu klären, was es denn nun wird: die Champions League oder die Europa League? Die Antwort gibt es am Samstag im letzten Saisonspiel gegen Hertha BSC. Schon ein Unentschieden kann reichen für die Königsklasse, denn die Gladbacher liegen zwei Punkte und neun Tore vor Konkurrent Leverkusen.

Dass entscheidende Spiele immer auch Kopfsache sind, ist ein bekanntes Phänomen im Fußball. Und auch, dass schon kleinste Konzentrationsmängel Ziele gefährden können. Die Borussen haben das in ihrer jüngsten Geschichte erlebt. Insbesondere zwei Spiele sind in der kollektiven Erinnerung geblieben als warnende Beispiele. Einmal war auch Hertha BSC der Gegner. Und das andere mal der türkische Klub Basakshir FK aus Istanbul.

Zunächst die „Alte Dame“ aus Berlin. Anfang Februar 2019 war Borussia schon einmal auf dem besten Weg in die Königsklasse. Es hatte gerade ein ganz erwachsenes 2:0 bei Schalke 04 gegeben mit einem brillanten 62-Pässe-Tor. Borussia war Zweiter, Meister-Thesen kamen auf, und vielleicht das Gefühl: Ja, wir sind durch. „Wir fühlten uns unbesiegbar“, gab Christoph Kramer später zu. Doch dann kam Hertha. 0:3 verlor Borussia das Heimspiel, nachdem zuvor zwölfmal gewonnen worden war. 13 Siege wäre Vereinsrekord gewesen. Statt dessen war es der Auftakt einer Problemphase, die fast die Europa-Teilnahme gekostet hätte. Hertha hat damals Borussias Champions-League-Ambitionen zerschossen. Das soll nun nicht passieren.

Das Gefühl einer relativen Sicherheit war auch da, als Borussia in dieser Saison im letzten Spiel der Europa-League-Gruppenphase Basaksehir empfing. Nach den Siegen gegen die AS Rom und beim Wolfsberger AC reichte den Gladbachern „nur ein Punkt“ für die nächste Runde. Und dann traf Enzo Crivelli in letzter Minute zum 2:1 für die Gäste und plötzlich war die Europareise der Borussen vorbei.

Die Erinnerung an den bittersten Abend dieser Saison kann jetzt hilfreich sein. Allein schon, weil ein natürlicher Schutzmechanismus sagt: Nein, das wollen wir nicht mehr erleben. Der Lernansatz für die Borussen in der Rückbetrachtung dieser beiden Spiele: Man darf sich nie zu sicher sein. Ist es so, kann das im entscheidenden Moment den einen Zipfel Konzentration kosten, der über Sieg und Niederlage entscheidet. Oder über die Teilnahme an der Champions League.