Borussia Mönchengladbach: Die Bundesliga-Frauen haben altbekannte Probleme

Drei Niederlage in der Bundesliga: : Borussias Frauen plagen altbekannte Probleme

Der Bundesliga-Aufsteiger wartet noch auf seinen ersten Punkt. Einige Schwächen zu Saisonbeginn erinnern an die Premierenspielzeit vor zwei Jahren.

Es hätte so gut gepasst: Bereits in ihrer Premiere-Spielzeit vor zwei Jahren hatten Borussias Frauen den ersten Saisonsieg in der Bundesliga beim SC Sand gefeiert. Damals indes war es bereits der 13. Spieltag gewesen – letztlich zu spät, um nochmals ernsthaft in den Kampf um den Klassenverbleib einzugreifen. Nach dem Wiederaufstieg 2018 stand nun die Partie in Sand bereits am dritten Spieltag auf dem Programm. Doch statt des erhofften Erfolgserlebnisses gab es ein ernüchterndes 0:5 – womit Borussia nach drei Spielen noch punkt- und torlos ist und wieder am Tabellenende der Frauen-Bundesliga steht.

Der direkte Wiederaufstieg trotz einer Saison mit vielen Verletzungen sowie die Erfahrungen aus dem Premieren-Jahr im Oberhaus haben sich bislang noch nicht positiv ausgewirkt. Stattdessen kämpft das Team noch mit Problemen, die Borussia schon vor zwei Jahren durch die Saison begleitet haben. So bemängelte Cheftrainer René Krienen nach dem Spiel in Sand nicht zum ersten Mal ein frühes Gegentor. Zudem habe ihm in einigen Situationen der Wille gefehlt, die Gegentore zu verhindern. Und etablierte Bundesligamannschaften wissen diese Schwächen eiskalt auszunutzen, das haben die ersten Spieltage bereits gezeigt.

Borussia hat zwar trotz einiger Abgänge immer noch eine ganze Reihe von Spielerinnen im Kader, die das Bundesliga-Debüt in der Saison 2016/17 bereits mitgemacht haben. Insgesamt verfügt der Aufsteiger aber über eine sehr junge Mannschaft – die nun sehr schnell lernen muss. Die Zusammensetzung des Kaders war auch im Vorfeld der Saison ein wichtiges Thema in der sportlichen Führung. Mike Schmalenberg, der als Trainer sechs Jahre lang maßgeblich an der Weiterentwicklung der Mannschaft beteiligt war, plädierte für mehr Erfahrung. Letztlich verließ er Borussia im vergangenen Sommer. Bart Denissen aus Borussias Trainerstab rückte daraufhin an Krienens Seite.

Der Cheftrainer will sich derzeit nicht zur aktuellen Lage äußern. Auch das ist ein Zeichen, dass der Druck nach drei Spielen bereits deutlich gestiegen ist. Denn Borussia darf nicht wieder wie vor zwei Jahren der Konkurrenz von Beginn an hinterherlaufen und die gesamte Vorrunde ohne Punktgewinn bleiben, will sie denn eine echte Chance auf den Klassenverbleib haben.Gerade gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf sollten Punkte herausspringen – beispielsweise gleich nach der Länderspielpause gegen Bayer Leverkusen. Der Mitaufsteiger ist das zweite Team, das die Borussia in ihrem ersten Bundesligajahr geschlagen hat.

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