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Borussia Mönchengladbach: DFB-Reise in Risikogebiet bereitet Eberl Sorgen

Borussias Nationalspieler : DFB-Reise in ein Risikogebiet - Ginter und Neuhaus entscheiden selbst

Am 10. Oktober spielt die deutsche Nationalmannschaft in der Ukraine. Es besteht keine Abstellungspflicht seitens der Fifa für die Vereine. Max Eberl bereitet diese Reise Sorgen, stellt es seinen Spielern allerdings frei, zum Spiel zu reisen.

Neu ist die Situation für die Borussen nicht. Schließlich hat anfang September auch die Schweiz in der Ukraine gespielt. Yann Sommer, Nico Elvedi, Michael Lang und Breel Embolo waren dabei.

Nun ist am 10. Oktober das Nations-League-Spiel des deutschen Teams in Kiew. Die Ukraine ist ein Corona-Risikogebiet, weswegen die Fifa den Klub freistellt, ihre Spieler für die Länderspiele freizugeben. Wahrscheinlich werden Matthias Ginter und Florian Neuhaus erneut von Bundestrainer Joachim Löw eingeladen. Ob sie hinfahren, das ist ihnen selbst überlassen. Das sagte Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag.

„Ich würde es nicht wollen, aber der Spieler entscheidet, was er machen möchte. Wir haben jetzt alle eine Zeit, die kompliziert ist. Wenn ich den Nationalspielern jetzt sage, dass sie nicht in die Ukraine dürfen und dann bekommen wir in der Champions League Dynamo Kiew – dann sagt der DFB auch, warum wir dann mit allen Spielern hinfliegen“, sagte Eberl mit Blick auf die Champions-League-Auslosung am 1. Oktober in Nyon (Schweiz). Da wäre Kiew ein möglicher Gegner der Gladbacher.

Generell spricht Eberl von „einer neuen Realität mit Corona, an die wir uns alle gewöhnen müssen“. In diesem Kontext sieht er auch die Länderspielabstellungen. „Wir müssen alle aufeinander zugehen und sorgsam sein. Ich bin mir beim DFB sehr sicher, dass er alles dafür tun wird, dass bei den Spielern kein Risiko entsteht. Es sind Themen, bei denen wir sehr mulmig hinschauen“, sagte Eberl, der dem Hygienekonzept vertraut.

„Ich glaube, dass Fußballmannschaften unter höchster Vorsicht anreisen, sich aufhalten und das Spiel abhalten. Dementsprechend werden wir mit den Spielern reden. Am langen Ende kann der Spieler dann aber selbst entscheiden, was er möchte und was nicht, was die Reisen in die Risikogebiete betrifft“, sagte Eberl.