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Borussia Mönchengladbach: Der Sieg gegen FC Bayern München im Faktencheck

Faktencheck : Die 13 wird zu Borussias Glückszahl gegen Bayern

Borussia Mönchengladbach wird allmählich zum Angstgegner von Bayern München. Fünf Mal nahmen die Borussen seit 2011 Punkte in München mit. Beim 3:-Sieg am Samstag spielte die Zahl 13 gleich mehrfach eine wichtige Rolle.

Elf Punkte haben die Borussen nun seit 2011 bei den Bayern geholt, das 3:0 am Samstag war der dritte Sieg binnen sieben Jahren. Bis zu jenem 1:0 am 7. August 2011 hatte es seit 1965 insgesamt zwölf Punkte und einen Sieg für die Gladbacher gegeben.

Zum dritten Mal schaffte ein Gladbacher Team drei Tore bei den Bayern, zum ersten Mal reichten diese zum Sieg. 1966 und 1973 gab es jeweils eine 3:4-Niederlage. Erst zum fünften Mal in der gemeinsamen Bundesliga-Geschichte blieb Borussia ohne Gegentor beim Rekordmeister.

13 ist die Rückennummer von Kapitän Lars Stindl. Die Zahl, die gemeinhin als Unglückszahl verschrien ist, brachte den Borussen am Samstag Glück, weil sie wichtige Faktoren ausmachte beim 3:0-Erfolg. Zum einen war es Stindl, der nach 162 Tagen Pause sein Comeback feierte und gleich traf. Dass er zudem mit seiner Balleroberung das 1:0 durch Alassane Plea möglich machte, war ebenfalls eine wichtige Aktion. Der Treffer des Franzosen war der 13. der Borussen in dieser Saison und die Basis des überraschenden Triumphs, denn die extreme Effizienz der Gladbacher trug dazu bei, die Bayern zu verunsichern. Das Tor von Plea war der erste Torschuss, der von Stindl der zweite, das 3:0 von Patrick Herrmann der dritte Ball, der aufs Tor kam.

Zwei Borussen kamen in der Laufleistungs-Wertung über 13 absolvierte Kilometer: Rückkehrer Jonas Hofmann, der auch in seinem sechsten Saisonspiel der laufstärkste aller Akteure war, erlief mit 13,63 Kilometern seinen persönlichen Saisonrekord. Christoph Kramer kam auf 13,08 Kilometer.

Acht Tore hat Alassane Plea, der in München seinen Tor-Lauf fortsetze, nach acht Pflichtspielen beisammen. Damit hält er seinen Schnitt von einem Treffer pro Spiel. Auch im vierten Auswärtsspiel in Folge für Borussia traf er, dieses Mal von der halblinken Position aus 18 Metern, wie in Wolfsburg. Für seine fünf Liga-Tore brauchte er 23 Torschüsse. In München gab er zwei ab, beide von außerhalb des Strafraums. Der erste landete im Netz, der zweite verfehlte das Ziel. Dass er das Zeug hat, „Tore aus dem Nichts“ zu machen, belegt der Expected-Goals-Wert des Treffers zum 1:0, denn der lag gerade mal bei 0,02.

Eine Serie ging aber in München zu Ende. In Berlin, gegen Frankfurt und in Wolfsburg hatte neben Plea auch Thorgan Hazard getroffen. Der Belgier ging dieses Mal leer aus.

Zweimal hat Patrick Herrmann in dieser Saison nun getroffen. Gegen Schalke hatte er das 1:0 gemacht, bei den Bayern war es das 3:0. Sein Jubel wurde zunächst aber unterbrochen, weil geprüft wurde, ob er den Ball zuvor mit der Hand gespielt habe. Hatte er nicht und so durfte sich Herrmann über seinen 44. Treffer für Gladbach zweimal freuen. Mit seinen beiden Assists hat er in dieser Saison vier Scorerpunkte eingesammelt, damit ist er mit den Kollegen Thorgan Hazard (drei Tore, ein Assist), Jonas Hofmann (ein Tor, drei Assists) und Florian Neuhaus (vier Assists) gleichgezogen. Borussias Bester Scorer Alassane Plea gehört mit sechs Punkten (fünf Tore ein Assist) zu den Topscorern der Liga.

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