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Borussia Mönchengladbach: Der FC Bayern ist die zweite Hürde auf Adi Hütters Pokal-Mission

DFB-Pokal : Das Bayern-Los passt in die Startphase der Hütter-Ära

Adi Hütter war schon zweimal Pokalsieger, nun ist der FC Bayern München die nächste Hürde bei seiner Pokal-Mission in Mönchengladbach.

Wie sich ein Pokal-Triumph anfühlt, weiß Borussias neuer Trainer Adi Hütter. Er war als Spieler mit dem Grazer AK und als Trainer mit RB Salzburg Cupsieger in Österreich. Und er wird in den Gesprächen mit Max Eberl schon erfahren haben, dass es eine große Sehnsucht des Managers ist, etwas Blechernes in Händen zu halten. Der ehrgeizige Hütter wird sich das notiert haben und versuchen, die Sehnsucht im Laufe seiner Amtszeit in Gladbach zu stillen. Der Pokal ist der wahrscheinlichste Weg, das zu realisieren.

Der letzte Trainer, dem es gelang, den „Pott“ mit Borussia zu holen, war Bernd Krauss. Das war 1995, also vor 26 Jahren. Ein weiteres Jahr wird Minimum noch vergehen ohne Gladbacher Titel, doch hat Hütter sich schon als Beender einer Jahrzehnte langen Titellosigkeit verdient gemacht: In Bern holte er mit den Young Boys nach 32 Jahren des Wartens wieder den Schweizer Titel.

In Gladbach hat er die erste Hürde auf dem Weg zum Sehnsuchtsort Berlin, wo am 21. Mai 2022 das Pokal-Finale ist, bereits genommen mit dem 1:0 im Erstrunden-Spiel beim 1. FC Kaiserslautern. Das war ein einigermaßen kompliziertes Los, entsprechend war das Spiel. Nun weiß Hütter, was in Runde zwei auf ihn wartet: der FC Bayern München.

Schwerer hätte es kaum kommen können, das Lospech der Borussen der vergangenen Jahre setzte sich fort: zweimal Borussia Dortmund war der Gegner, einmal auswärts, einmal daheim, einmal in Runde zwei, einmal im Viertelfinale, das Ergebnis in beiden Fällen: Gladbach flog raus. Und nun sind es die Bayern, die vergangene Saison früh ausschieden und sich diese Blöße sicher in dieser Saison nicht geben wollen.

Dass Borussia wie schon in Runde eins ein Live-Spiel „gezogen“ hat, ist angesichts des Klassikers gegen die Bayern wohl gebongt. Es ist, natürlich, eine Geschichte voller Geschichten: Vor allem ist da die vom Endspiel 1984 mit dem verschossenen Elfmeter von Lothar Matthäus. Zweimal gab es ein Halbfinale beider Teams, 1985 und 2012, einmal verlor Borussia in der Verlängerung, einmal im Elfmeterschießen, letzteres, weil Dante, der wie Matthäus danach zu den Bayern ging, seinen Schuss weit über das Tors setzte. Dreimal gab es das Treffen zudem in Runde zwei, 1987 setzten sich die Bayern im Wiederholungsspiel durch, 1996 gab es ein 1:2 der Borussen und 2007 ein 1:3, damals reiste Borussia als Zweitliga-Spitzenreiter zum Bundesliga-Primus Bayern.

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Fazit: Immer, wenn die Borussia auf die Bayern trafen, war das Thema Pokal beendet. Das Los passt durchaus in die Startphase der Hütter-Ära, die nicht eben mit dem Wort „Glück“ zu überschreiben ist. Ronald Rauhe, der zweimalige Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen im Kanu, war eher eine „dunkle“ Losfee für die Borussen. Die erfuhren in Berlin nach dem 1:2 bei Union, was ihnen im Pokal bevorsteht. Immerhin: Es ist ein Heimspiel. Und die Bayern lagen den Gladbachern zuletzt oft besser als manch anderer Gegner.