Borussia Mönchengladbach: Denis Zakarias Pass reicht gegen den SC Freiburg nur zum Ausgleich

Bei Borussias 1:1 gegen Freiburg : Zakarias Pass reicht nur zum Ausgleich

Borussia Mönchengladbach kam im Heimspiel gegen Freiburg nicht über ein 1:1 hinaus. Denis Zakaria leitete mit einem starken Zuspiel auf Thorgan Hazard das Tor gegen die Breisgauer ein, das Alassane Plea erzielte.

Denis Zakaria hätte einen doppelten Blitzstart hinlegen können. In Mainz hatte er in der zweiten Minute eine gute Einschussgelegenheit, um früh für den Führungstreffer zu sorgen, scheiterte aber an Torwart Florian Müller. Und kam er nach etwa derselben Zeit gegen den SC Freiburg zum Abschluss – doch dieses Mal flog der Ball über das Tor. Dass er aber binnen zweier Spiele jeweils in die Verlegenheit kam, eine Chance in der Startphase des Spiels zu haben, heißt auch: Der Schweizer stand jeweils auf dem Rasen. Auswärts in Mainz – und auch daheim gegen Freiburg beim 1:1 der Borussen.

Anfang der Rückrunde war das anders. Das war der 22-Jährige der Auswärts-Achter, daheim durfte gegen Augsburg und Hertha BSC Florian Neuhaus an der Seite von Jonas Hofmann spielen. Als Hofmann gegen Wolfsburg wegen einer Knöchelverletzung zunächst auf der Bank saß, spielten beide Wechsel-Achter, Zakaria indes nur 45 Minuten, dann kam Hofmann, weil es zu viele Lücken gab. Gegen die Bayern war dann wieder Neuhaus dran – doch Zakaria machte nach seiner Einwechslung einige gute Dinge. Und gehörte in Mainz wieder zur Startelf.

Und nun auch gegen Freiburg. Zakaria hat sich das verdient mit einem starken Spiel in Mainz, nicht nur wegen seiner Chance zu Beginn. Er war ein Aktivposten, versuchte dem Spiel mit seinen vertikalen Läufen Tiefe zu geben und den Gegner zu bedrängen. Die Ecke vor dem 1:0-Siegtor holte er raus, leitete somit das Tor gegen die Krise quasi ein.

Gleiches tat er nun gegen Freiburg. Nachdem Vincenzo Grifo – natürlich, wer sonst, als der Ex-Borusse, der als Gladbacher nie im Borussia-Park getroffen hatte – das 1:0 für der Schwarzwälder gemacht hatte, „steckte“ Zakaria in der 16. Minute in den freien Raum durch, Hazard lief von rechts ein, passte scharf in die Mitte und Alassane Plea trat den Ball ins Netz. Nach 540 Minuten beendete der Franzose seine Torflaute, weil der lange Kerl aus dem französischen Teil der Schweiz einen wirklich guten Einfall hatte mit seinem Pass in die Tiefe. Allerdings war ihm der inoffizielle Assist-Assist erst sicher, nachdem Schiedsrichter Robert Kampka Rücksprache mit dem Videoschiedsrichter in Köln genommen hatte. Dazwischen lagen einige Sekunden des Bangens bei Zakaria, seinen Teamkollegen und den Zuschauern im Borussia-Park.

Zakaria ist angekommen im Job als Achter, auch wenn er wie auch am Freitag gegen Freiburg zuweilen noch zu hibbelig ist. War in der Hinrunde für ihn noch kein Vorbeikommen an Neuhaus, der extrem stark spielte. Derzeit ist das nicht so, weswegen nun Zakaria leicht vorn liegt. In Frankfurt traf er, nun war er an den Toren in Mainz und Freiburg beteiligt. Mit der Wucht, die er an guten Tagen in seinem Spiel hat, ist er gerade gegen robuste Gegner wie auch Freiburg einer ist, eine gute Lösung neben dem Chef-Anläufer Hofmann.

Im Gegensatz zu Mit-Achter Hofmann ist Zakaria in den nächsten zehn Tagen mit dem Schweizer Nationalteam unterwegs, wie Yann Sommer, Nico Elvedi und Michael Lang gehört er zum Aufgebot der Eidgenossen für die EM-Qualifikationsspiele am Samstag, 23. März (15 Uhr), in Georgien und am Dienstag, 26. März (20.45 Uhr), in Basel gegen Dänemark. Auf die internationale Bühne will er auch im Klub zurück, das hat er zuletzt deutlich gemacht – gegen Freiburg trug er mit seinem Pass zum Punkt bei, der den Borussen zumindest bis zum Spiel der Leipziger am Samstag auf Schalke Rang drei einbringt und auf jeden Fall den vierten Platz weiter sichert.

Dass es erneut nicht zum Heimsieg reichte, konnte Zakaria in den letzten rund 30 Minuten nicht mehr beeinflussen. Patrick Herrmann kam für ihn, Kapitän Lars Stindl rückte bis auf dessen Auswechslung zehn Minuten später auf die Acht und Alassane Plea ins Zentrum des Sturms. Herrmann sollte die Gäste auseinander ziehen, um Plea Räume zu geben. Später ersetzte dann Neuhaus den Gladbacher Kapitän, um neue Ideen einzubringen. Die Borussen waren auf der Suche nach der Tiefe, die Zakaria gefunden hatte. Sie fanden sie nicht mehr. Daran konnte auch Raffael, der spät kam, nichts mehr ändern.

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