Borussia Mönchengladbach: Denis Zakaria kann auch mal Pause machen

Gegen Leverkusen erstmals draußen : Wichtiges Signal für Zakaria und Borussia

Nachdem Denis Zakaria jedes Pflichtspiel über die gesamte Distanz absolviert hatte, bekam er in Leverkusen eine Pause. Dennoch gewann Borussia. Das zeigt ihm und dem Klub: Es geht auch mal ohne den Schweizer.

In Leverkusen passierte etwas, was es in Pflichtspielen unter Marco Rose noch nicht gegeben hatte bei Borussia: Denis Zakaria saß auf der Ersatzbank. Dort musste er bislang weder zu Spielbeginn Platz nehmen  noch während einer Partie. Alle vorigen 14 Pflichtspiele absolvierte der Schweizer über die komplette Distanz. Nun war der Moment, an dem Rose seinem vielleicht wichtigsten Spieler eine Pause gönnte. „Bei ihm haben wir gemeinsam entschieden, dass es diesmal gar keinen Sinn macht von Anfang an“, sagte Rose. „Man merkt ihm die Belastung auch vom Kopf her an, dass er durch ist und mal eine Pause brauchte.“

Bei allem Ehrgeiz, der in ihm steckt, erkennt auch Zakaria selbst, dass dies eine Maßnahme war, die nicht nur sinnvoll, sondern auch überfällig war. „Ich hätte natürlich gerne gespielt, aber ich habe auch ein paar Schmerzen. Deswegen war es gut, eine Pause zu machen, um 100 Prozent fit zu sein für die nächsten Spiele. Und bis Donnerstag bin ich bei 100 Prozent“, sagte der Schweizer Nationalspieler.

In der Europa League gegen AS Rom wird Zakaria wieder in der Start­elf stehen und eine wichtige Stütze sein. Borussia braucht nach bislang erst zwei Punkten in drei Partien in der Europa League einen Sieg. Im Mittelfeld oder auch als zentraler Abwehrmann einer Dreierkette wie im Pokal in Dortmund (1:2) ist er gesetzt und wird in den kommenden Wochen wieder die Ersatzbank nur vom Spielfeld aus sehen. Für den Moment, in dem Zakaria in der Zukunft wieder eine Pause braucht, war der Sieg in Leverkusen aber eine wichtige Botschaft für den Spieler und den Verein: Es geht auch mal ohne den 22-Jährigen. „Ich glaube, dass war für Denis ein Signal, zu sehen: ‚Okay, ich muss nicht immer’. Denn ich finde, dass wir es auch ohne ihn sehr ordentlich gemacht haben“, sagte Rose. „Und die 25 Minuten, die er dann gespielt hat, waren für ihn in Ordnung, das ist dann schon was anderes, als wenn er 90 Minuten in den Beinen hat. Ich denke, wir konnten ihn gut entlasten.“

Auch Zakaria, der in dieser Saison unter Rose seinen ganz großen Durchbruch erlebt und auf der Einkaufsliste der meisten europäischen Topklubs steht, vertraut seinem Team. „Unsere Mannschaft ist stark, sie kann auch ohne mich spielen, das hat sie schon häufiger gezeigt und auch jetzt gegen Leverkusen“, sagte Borussias Mittelfeldspieler. Doch auf Dauer wird es schon so sein, dass Gladbach ihn braucht, um die Ziele zu erreichen. Zakaria ist ein Grund dafür, warum Borussia in der Bundesliga aktuell Spitzenreiter ist.

Dass das kein Zufall ist, weiß auch der Schweizer. Und er will diese Position möglichst lange behalten. „Natürlich gibt es zwei, drei Mannschaften in der Bundesliga, die normalerweise besser sind als wir“, sagte Zakaria. „Aber wir haben gezeigt, dass wir nah dran und da sind. Wir werden bis zum Ende kämpfen, um oben zu bleiben. Wir wollen in jedem Spiel die bessere Mannschaft sein und gewinnen. Dann werden wir sehen, wo wir am Ende stehen.“

Mehr von RP ONLINE