Borussia Mönchengladbach: Denis Zakaria hat noch nicht den richtigen Partner im Mittelfeld

Problemstelle im Mittelfeld : Borussia fahndet nach dem idealen Partner für Zakaria

Bei Borussia gilt mittlerweile: Wenn Denis Zakaria fit und spielberechtigt ist, spielt er. Die perfekte Lösung neben ihm im Mittelfeld hat Trainer Marco Rose aber noch nicht gefunden. Das sind die Kandidaten für diese Position.

Denis Zakaria ist unter den Feldspielern der Borussen der absolute Dauerbrenner. Von 2340 möglichen Minuten stand der Schweizer Nationalspieler 2181 Minuten auf dem Feld, nur Keeper Yann Sommer, der die gesamte Dauer über dabei war, hat mehr Spielzeit auf dem Konto. Zakaria hätte es seinem Landsmann sicher gleichgetan, wäre er nicht beim Spiel beim VfL Wolfsburg gelbgesperrt gewesen und hätte er nicht gegen Bayer Leverkusen, als er eingewechselt wurde, dringend eine Verschnaufpause benötigt. Über die Leistungen von Borussias Mittelfeldspieler wurde hinlänglich gesprochen, ebenso über das enorme Interesse an ihm bei den europäischen Fußball-Klubs. Zakaria ist eine feste Größe bei Borussia – doch den richtigen Nebenmann hat sie in dieser Saison noch nicht gefunden.

So überzeugend Zakaria in dieser Saison spielt, so problematisch ist es um die weiteren Männer im defensiven oder zentralen Mittelfeld bestellt. Immer wieder wechseln die Partner des Schweizers, keiner konnte sich auf Dauer festspielen. Beim Rückrundenauftakt auf Schalke (0:2) durfte Jonas Hofmann im defensiven Mittelfeld ran, doch er zeigte keine gute Leistung. Deswegen fahndet Trainer Marco Rose für das Spiel gegen Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) erneut nach dem richtigen Partner für Zakaria. Wir erklären die fünf Optionen.

Florian Neuhaus: In der Schlussphase gegen Schalke hat der 22-Jährige den guten Eindruck, den er im Testspiel gegen den SC Freiburg auf der Sechser-Position hinterlassen hat, bestätigt. Diese Rolle liegt Neuhaus, der als offensiver Mittelfeldspieler eine problematische Hinrunde hatte,  offenbar. Aus einer tieferen Position kann er seine Stärken besser ausspielen. Gerade in Heimspielen wie jetzt gegen Mainz, in der Borussia eine offensivere Ausrichtung haben wird, wäre Neuhaus mit seiner fußballerischen Klasse und unter Rose gewachsenen Laufstärke die ideale Ergänzung zu Allrounder Zakaria.

Christoph Kramer: In Sachen Erfahrung kann kein Mittelfeldspieler mit dem Weltmeister von 2014 mithalten. Er ist nach wie vor ein lautstarker Antreiber, fleißig und gewillt. Kramers Nachteil ist aber, dass er im Offensivspiel nur selten ins Risiko geht. Rose fordert ein Spiel mit viel Vertikalität, es soll schnell nach vorne gehen, doch Kramer spielt häufig zunächst den sicheren Querpass. Ein Vorteil für den 28-Jährigen ist, dass er Zakaria sehr gut absichern kann wie beim 5:1-Sieg gegen den FC Augsburg, als der Schweizer zum 1:0 traf.

Laszlo Bénes: Wenn es rein nach der Statistik geht, müsste der Slowake der Favorit auf den Posten des Zakaria-Partners sein. Mit vier Assists hat er ganz klar die meisten Torbeteiligungen im Vergleich zu seinen Mittelfeld-Kollegen, außerdem ist der Punkteschnitt mit ihm in der Startelf mit 2,2 Zählern pro Spiel am besten. Seine Freistoßflanken sind eine große Waffe, sein Passspiel und die Aggressivität sind weitere. Doch in den vergangenen drei Spielen kam Bénes gar nicht mehr zum Zuge. „Der Trainer hat so entschieden, und ich akzeptiere das hundertprozentig. Ich weiß, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben und gerade im Mittelfeld sehr hohe Qualität aufweisen können. Da gebietet es schon der Respekt den Mitspielern gegenüber, eine solche Entscheidung ohne Murren hinzunehmen“, sagt Borussias Mittelfeldmann auf der vereinseigenen Homepage. „Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht jederzeit bereit bin, ganz egal, ob ich von Anfang an spiele oder ob ich vielleicht erst in der 70. Minute eingewechselt werde.“ Das ist auch in der aktuellen Phase die wohl wahrscheinlichste Variante.

Jonas Hofmann: Auf Schalke hat der 27-Jährige seine Chance nicht genutzt, auch die Hinrunde verlief bei ihm nicht zufriedenstellend. Er besitzt zwar die nötige Pass-, Lauf- und Zweikampfstärke, zeigt sie aktuell aber zu selten. Daher ist er eher Außenseiter im Hinblick auf die Partie gegen Mainz.

Tobias Strobl: In der Liga stand der Defensivspezialist erst einmal in der Startelf, das war beim 1:2 in Wolfsburg, als Zakaria aufgrund einer Gelbsperre fehlte. Mit Strobl als einem von zwei Sechsern könnte der Schweizer offensiver spielen, doch diese Variante scheint die unwahrscheinlichste zu sein. Grund dafür ist, dass Strobl Geschwindigkeitsprobleme im Pressingfußball unter Rose hat.