Borussia Mönchengladbach: De Jong, Sow und Schulz finanzieren Embolo

Borussia verdient mehrfach mit : De Jong, Sow und Schulz finanzieren Embolo

Sportdirektor Max Eberl versucht nach wie vor, die Mannschaft für die kommende Saison zu verstärken. Dafür steht ihm mehr Geld als zuvor eingeplant zur Verfügung. Das liegt an drei Transfers, an denen Borussia mitverdient.

Thorgan Hazard ist der einzige Spieler, den Borussia bislang in diesem Sommer verkauft hat. 25,5 Millionen Euro erhielten die Gladbacher für den Belgier von Borussia Dortmund als Grundablöse – diese Summe kann zukünftig durch vereinbarte Boni auf über 30 Millionen anwachsen. Doch die Transfereinnahmen in dieser Periode sind kurioserweise wesentlich höher für die Gladbacher, und das ermöglichen Klauseln, die Sportdirektor Max Eberl bei vorigen Verkäufen ausgehandelt hat.

Luuk de Jong ist bereits der dritte Ex-Borusse, der Gladbach in den vergangenen Wochen eine Zusatz-Einnahme beschert. Er wechselt für 12,5 Millionen Euro von PSV Eindhoven zum FC Sevilla. Daran partizipiert die Borussia genauso wie bei den vorigen Transfers von Djibril Sow, der für etwa neun Millionen Euro von den Young Boys Bern zu Eintracht Frankfurt wechselte, und Nico Schulz, der beim BVB Teamkollege von Hazard wird und wie der Belgier 25,5 Millionen Euro kostete.

So ist mittlerweile ein hoher einstelliger Betrag zusammen gekommen, etwa sieben bis acht Millionen Euro sind es. Diese Summe ermöglicht es Eberl, mehr als zuvor eingeplant in neue Spieler zu investieren. Breel Embolo ist der bislang letzte Transfer, den der Sportdirektor tätigen konnte. Einen Ablöse-Sockel von zehn Millionen Euro kostete der Schweizer, De Jong, Sow und Schulz haben diesen Zukauf also in gewisserweise zum Großteil finanziert.

Nachdem Borussia zuvor Stefan Lainer für zwölf Millionen Euro von RB Salzburg verpflichtet wurde, hat Eberl noch so viel Platz im Budget, dass es ihm möglich ist, die beiden noch gewollten Transfers zu vollziehen, ohne einen nennenswerten Verkauf zu tätigen. Marcus Thuram, Außenstürmer bei EA Guingamp, und Malang Sarr , Innenverteidger von OGC Nizza, der auch auf der linken Seite spielen kann, sind wohl die Wunschkandidaten der Gladbacher. Beide würden zusammen wohl etwa 25 bis 30 Millionen Euro kosten.

Und die hat Eberl in etwa noch zur Verfügung. Die Qualifikation für die Europa League verschaffte ihm zehn Millionen Euro, die er in neue Spieler investieren kann. Dazu die 25,5 Millionen Euro aus dem Hazard-Geschäft und sieben bis acht Millionen durch die Verkäuft von de Jong, Sow und Schulz.

Schafft es Eberl, sowohl Thuram als auch Sarr von einem Wechsel zur Borussia zu überzeugen und sich auch mit den abgebenden Vereinen zu einigen, lägen seine Transferausgaben in diesem Sommer bei 47 bis 52 Millionen Euro. Zur Verfügung stehen ihm durch den Europapokal und die Spieler-(Weiter-)Verkäufe 42,5 bis 43,5 Millionen Euro. Die Differenz würde Finanz-Chef Stephan Schippers sicherlich auch noch genehmigen, schließlich hätte Eberl ohne verkauften Spieler und ohne Europa auch nicht mit leerem Portmonnaie auf den Transfermarkt gehen müssen.

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