Borussia Mönchengladbach: Das Spielerzeugnis der Hinrunde 2017

Hinrunden-Zeugnis: Noten belegen Borussias Achterbahn-Fahrt

Kontinuität gab es in der Hinrunde nur beim Personal. Christoph Kramer überzeugte, während Fabian Johnson die Enttäuschung war. Das Hinrunden-Zeugnis der Borussia-Spieler.

Christoph Kramer hat es geschafft, sich den Ruf des Bessermachers bei Borussia zu erarbeiten. Am wirkungsvollsten waren auf dem Weg dorthin die 573 Minuten, die er in der Hinrunde verpasst hat. Seine Leistungen zählten zu den konstantesten, oder genauer gesagt: zu den konstant besten. Mit einem Schnitt von 3,00 liegt er im Ranking unserer Redaktion vorne. Der schwächste Gladbacher - und darin auch durchaus konstant - war Fabian Johnson mit einer 4,33.

Der US-Amerikaner ist allerdings nur sechsmal benotet worden. Die Mindestzahl haben wir auf fünf heruntergeschraubt, weil es mit der gängigen Praxis, nur Spieler mit Bewertungen in der Hälfte aller Partien zu berücksichtigen, lediglich zehn Borussen geschafft hätten. Die personelle Kontinuität war groß, gleich neun Profis verpassten maximal zwei Spiele, fünf standen in jedem einzelnen in der Startelf. Trotz der Verletztenmisere hatte Trainer Dieter Hecking seine Achse in der Regel zur Verfügung, lediglich Kramer bereitete ab und an Sorgen.

Nur wenige Minuten hat Oscar Wendt verpasst. Hinten links machte der 32-Jährige sich nicht gerade unentbehrlich, es fehlte schlicht eine Alternative. Bei 3,67 lag sein Schnitt, die User von RP Online, die nach jedem Spiel befragt wurden, sahen ihn noch deutlich schwächer (3,93). Größer war die Diskrepanz bei Raffael (3,69 statt 3,23) und bei Vincenzo Grifo (3,66 statt 3,20).

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Doch die beiden Künstler setzten zwei der Glanzlichter in der Hinrunde. Für seine Leistung beim 4:2 gegen Hertha BSC erhielt Raffael die einzige 1-, Grifo verdiente sich beim 3:1 gegen 1899 Hoffenheim sogar eine glatte 1. Hinzu kam achtmal eine 2+, was umgerechnet immer noch eine Note im Einserbereich ist. Am anderen Ende des Spektrums landeten Borussen 17-mal im Fünferbereich, davon allein siebenmal beim 1:6 gegen Borussia Dortmund und viermal beim 1:5 gegen Bayer Leverkusen.

Acht von 15 Spielern im Ranking (siehe Infokasten) wurden von den Online-Usern im Schnitt besser bewertet als von unserer Redaktion. Am deutlichsten war der Unterschied bei Michael Cuisance, dem sicherlich auch der Welpenschutz eine 3,05 statt einer 3,45 bescherte. Damit liegt er bei den Usern auf dem dritten Platz hinter Yann Sommer und Denis Zakaria, der sich überragend eingefunden hat. Steigerungsbedarf haben die Innenverteidiger, die noch zu oft patzten. Kapitän Lars Stindl spielte im Halbjahr nach dem Confed-Cup-Sieg meistens solide, aber selten überragend.

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(RP)