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Borussia Mönchengladbach: Das sagt Max Eberl zur "Super League" und Fiorentino Perez

Borussias Manager lehnt die Super League ab : Diese klare Botschaft schickte Eberl an Real-Boss Perez

Borussias Manager Max Eberl machte noch einmal deutlich, was er von der Idee eines reichen Dutzends hält, eine „Super League“ zu gründen.

Hätte Florentino Perez, der Präsident von Real Madrid, Max Eberl angerufen, um anzufragen, ob er und seine Borussia, mithin in dieser Saison Champions-League-Konkurrenz der Madrilenen, eventuell mitmachen wolle in der Super League, die Real und elf andere Klubs planen, er hätte eine deutliche Abfuhr bekommen, da gibt es keinen Zweifel. Denn Eberl und sein Klub halten, das hat der Manager am Dienstag nochmal klipp und klar gesagt, rein gar nichts von der Idee der Super League.

Eberl und sein Geschäftsführer-Kollege Stephan Schippers hatten sich schon am Montag, als das reiche Dutzend seine Pläne bekannt gab, in einer gemeinsamen Erklärung wie die gesamte Bundesliga eindeutig gegen die Idee positioniert. Nun legte Eberl im Rahmen der Pressekonferenz zum Spiel der Gladbacher am Mittwoch bei 1899 Hoffenheim (20.30 Uhr/Sky) nach.

„Ich denke, dass bis auf die zwölf Klubs, die der Super League angehören, alle der gleichen Meinung sind – dass Fußball und Sport aus einem Wettbewerb bestehen, dass man sich durch eine bestimmte Leistung für etwas qualifizieren kann und nicht per se irgendetwas in Stein gemeißelt ist. Dementsprechend ist es für uns ein absolutes No-Go, was dort gerade geplant wurde“, sagte Eberl.

Und nahm Richtung Perez, der die Super League als „einzige Chance auf Rettung des Fußballs" bezeichnete, kein Blatt vor den Mund. „Wenn ich jetzt das Zitat von Herrn Perez höre, der Plan sei alternativlos, weil es 2024 diese Vereine wegen Corona nicht mehr geben würde, dann weiß ich nicht, ob das jetzt der Klub der Superreichen ist oder der Klub der Super-Verschuldeten. Das sind Vereine, die in den letzten Jahren maßlos über ihre Möglichkeiten gelebt haben und einfach jetzt mit dieser Super League versuchen, ihren Arsch zu retten“, sagte Eberl.

Die Reaktionen der Fußballwelt gefallen Eberl. „Deswegen hoffe ich sehr, dass der Fußball sich dagegen genauso wehrt, wie er es seit gestern getan hat. Und abgesehen von diesen zwölf Vereinen habe ich nicht einen gehört, der diese Super League haben möchte“, stellt er klar.

Die von der Uefa angekündigte Reform der Champions League kommt indes bei Eberl gut an. „Da geht man einen Kompromiss ein, dennoch bleibt der sportliche Wettbewerb im Vordergrund. Wir als Sportler kennen es nur so – man wird für seine gute Leistung belohnt. Wenn man erfolgreich ist, bekommt man mehr und das hat man sich dann eben auch verdient. Aber eben nicht durch eine Liga, die in Stein gemeißelt und eine reine Geldmaschine ist“, sagte Eberl.