Borussia Mönchengladbach: Das sagt Max Eberl zum Platzverweis von Alassane Plea

Eberl äußert sich zu Pleas Platzverweis : „Das war völlig überzogen“

Nach dem Platzverweis von Schiedsrichter Tobias Stieler gegen Borussias Stürmer Alassane Plea brach eine hitzige Diskussion über die Rechtmäßigkeit dieser Entscheidung aus. Nun hat sich Gladbachs Sportdirektor Max Eberl zu dieser Szene geäußert.

Es war die Aufregerszene des vergangenen Spieltags. Schiedsrichter Tobias Stieler schickte Gladbach-Profi Alassane Plea mit Gelb-Rot vom Feld. „Er hat abfällig und gestenreich keinen Respekt gezeigt“, gab Stieler später als Grund für seine Entscheidung an. Es war eine weitreichende. Denn bis zu diesem Zeitpunkt führten die Gladbacher nach einer überragenden ersten Halbzeit beim Spitzenreiter aus Leipzig. Auch durch den Platzverweis und der damit verbundenen Unterzahl kippte die Partie. Am Ende musste sich Borussia mit einem 2:2 begnügen.

Einer, den diese Szene noch nach Abpfiff in Rage brachte, war Max Eberl. Und auch zwei Tage später sah der Gladbacher Sportdirektor den Platzverweis als zu hart an. „Dass ein Spiel unterbrochen wird, wenn sich ein Fußballer über eine Entscheidung ärgert, damit habe ich schon ein Problem“, sagte Eberl bei „Wontorra on Tour“ auf Sky.

Demnach sei nicht die zweite Gelbe Karte, die schließlich zum Platzverweis führte, fraglich, aber „die erste Gelbe Karte war keine. Alassane Plea ist dem Schiedsrichter weder hinterhergelaufen, noch hat er ihn attackiert. Er stand einfach nur da. Dieses Einschreiten fand ich völlig überzogen.“

Vor allem, und nun kommt der allseits beliebte Begriff des „Fingerspitzengefühls“ ins Spiel, hätte sich Stieler aber, bevor er Plea des Feldes verweist, darüber im Klaren sein müssen, dass er dieses bis dato faire Spiel mit seiner Entscheidung unnötig aufheize, so Eberl. „Wenn ich als Schiedsrichter bereits die erste Gelbe Karte gebe, die völlig überzogen ist, muss ich spätestens bei der zweiten Gelben Karte merken, dass ich nun womöglich ein gesamtes Spiel entscheide“, sagte er.

Gladbachs Trainer Marco Rose, der nach der Partie süffisant den Kommentar zu dieser Szene verweigerte, regt bereits seit Monaten einen Runden Tisch zwischen Vereinsfunktionären und Schiedsrichtern an. Damit könnte für mehr gegenseitiges Verständnis gesorgt werden. Und auch Eberl hofft darauf, „dass wir nicht dahin kommen, nur noch wie Schuljungen über den Platz zu laufen und keinerlei Emotionen zeigen dürfen. Denn dafür ist der Fußball einfach zu emotional.“