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Borussia Mönchengladbach: Das macht Mamadou Doucouré so stark

Vertrag verlängert : Das macht Borussia-Talent Doucouré so stark

Im Regionalligateam der Borussia hat der Franzose Mamadou Doucouré neun Spiele gemacht. Dort kennen Trainer Arie van Lent und die Mitspieler die Qualitäten des Franzosen genau.

Borussia hat zuletzt bei Instagram ein Foto gepostet, das Marcus Thuram und seinen französischen Landsmann Mamadou Doucouré zeigt. „Vater und Sohn“ steht darunter. Und der Hashtag „Familiy“. Das ist das Selbstverständnis des Klubs. Gerade was Doucouré angeht, wird das gelebt. Seine Leidensgeschichte ist wohl nicht nur in der Geschichte von Borussia fast beispiellos. Seit dreieinhalb Jahren ist Doucouré nun im Verein, ein Bundesligaspiel absolvierte der 21-Jährige bisher nicht. Neunmal kam er immerhin in Borussias Regionalliga-Team zum Einsatz. Dort soll er nun endgültig an die Erste Mannschaft herangeführt werden. Borussia glaubt an ihn, sie stützt ihn, hat deswegen nun auch seinen Vertrag verlängert. Wenn er in der U23 spielte, deutete er sein großes Talent an. Trainer Arie van Lent und die Teamkollegen dort wissen genau, wo die Stärken des Innenverteidigers, der auch am Freitagabend (19.30 Uhr) gegen den Bonner SC wieder spielen soll.

Zweikampfverhalten „Mamadou ist ein absolutes Tier, wenn ich das mal so sagen darf“, meint U23-Teamkollege Justin Steinkötter, der als Stürmer aus dem Training bestens zu berichten weiß, wie es sich anfühlt, wenn man es mit Doucouré zu tun hat. Der Franzose weiß seinen Körper einzusetzen, ohne zu unfairen Mitteln zu greifen.

Tempo Doucouré bringt das mit, was im modernen Fußball immer wichtiger wird: Er ist schnell, gedanklich wie körperlich. Das gibt ihm Optionen, in der Defensive Aufgaben souverän zu lösen, und das gelingt ihm in der Tat sehr oft. Viele Situationen, die Gefahr bedeuten könnten, entstehen dadurch erst gar nicht.

Spielerische Lösungen Auch der Umstand, dass Doucouré sich stets auf spielerische Art und Weise aus Gefahrensituationen befreit, ist Steinkötter immer wieder aufgefallen. Wenn das Spiel dies ermöglicht, strahlt er eine immense Ruhe aus und rückt auch gerne mal mit nach vorne auf. Ansonsten sind Befreiungsschläge nur in absoluten Notsituationen zu beobachten. „Manchmal hat man fast den Eindruck, dass es bei uns für ihn ein wenig zu leicht ist“, sagt Trainer Arie van Lent beeindruckt. „Wir sind alle sehr gespannt, wenn er endlich soweit ist, dass er in der Bundesliga zum Einsatz kommen kann.“

Optimismus Wer in dreieinhalb Jahren so viel länger verletzt als gesund war, dem könnte man es nicht verübeln, wenn sich mit der Zeit auch die Grundhaltung eines Spielers etwas ändert. Das ist jedoch nicht der Fall. „Mamadou ist immer unglaublich positiv, er hilft der Mannschaft durch seine Art auch dann, wenn er nicht zu 100 Prozent fit ist“, sagt van Lent.

Charakter „Wenn er bei uns mit dabei ist, freut sich eigentlich die ganze Mannschaft“, sagt van Lent, obwohl das auch für einen Spieler bedeuten kann, dass er auf die Bank muss. Doucouré soll nun in der U23 daran gewöhnt werden, endlich mal wieder 90 Minuten auf dem Platz zu stehen. „Es kann sein, dass es am Freitag gegen Bonn erst noch einmal 45 Minuten sind. Das soll aber natürlich gesteigert werden“, sagt van Lent.