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Borussia Mönchengladbach: Das ist in Donezk seit dem 6:0 in der Champions League passiert

22 Tage nach dem historischen 6:0 : Das ist bei Borussias Gegner Donezk seit der Champions-League-Pleite passiert

Top-Spiel gegen Kiew, Corona-Fälle im Nationalteam, ein Punkt gegen Oleksandrija - wir schauen, was seit dem 6:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach vor drei Wochen in der Champions League gegen Schachtjor Donezk bei den Ukrainern los gewesen ist.

1949 kassierte Schachtjor Donezk die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte. Damals gab es ein 1:10 gegen Dynamo Moskau. Aber auch im neuen Jahrtausend gab es einige denkwürdige Klatschen, gerade auf internationalem Parkett. Ein 0:7 gegen die Bayern, ein 0:6 gegen Manchester City und im vergangenen August das 0:5 im Europa-League-Halbfinale gegen Inter Mailand.

Für Donezk war das 0:6 gegen Borussia Anfang November also keine gänzlich neue Erfahrung. Doch die Souveränität, mit der die Gladbacher ihren Gegner überrollten, hat die Ukrainer sicher beeindruckt. Fünf Tage nach dem historischen Sieg der Borussen rehabilitierte sich Donezk allerdings mit einem 3:0-Sieg gegen Dynamo Kiew im Top-Spiel der ukrainischen Liga.

Donezk veränderte sein System im Vergleich zum 4-3-3 gegen Borussia leicht und setzte auf eine etwas sichere Grundordnung mit einer Doppelsechs. Das fruchtete. Zwar profitierte Donezk von einem Platzverweis für Kiew in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, doch da führte das Team von Trainer Luis Castro bereits mit 1:0.

Castro wird die Länderspielpause dafür genutzt haben, seine Mannschaft auf das Wiedersehen mit Borussia einzustellen, auch wenn er dabei auf einige Stammspieler, die mit der ukrainischen Nationalelf unterwegs waren, verzichten mussten. Und die erlebten auf ihrer Reise nach Deutschland und in die Schweiz eine Corona-Odyssee. Junior Morares, der Donezker Angreifer, wurde vor der Nations-League-Partie gegen die Schweiz unter anderem positiv getestet. Die gesamte ukrainische Mannschaft musste daraufhin in Quarantäne, das Spiel wurde abgesetzt.

Inzwischen sind die Nationalspieler von Donezk alle wieder zurückgekehrt, das gesamte Team wurde bei der Ankunft in Kiew negativ getestet, auch Morares, der am Sonntag beim 1:1 in der Liga gegen Oleksandrija eine tragende Rolle spielte. Taktisch kehrte Donezk dabei wieder zum 4-3-3 zurück. Nach einer halben Stunde sah Morares für eine Tätlichkeit die Rote Karte.

Während er daher recht ausgeruht in Mönchengladbach ankommen dürfte, mussten seine Kollegen in Unterzahl ein paar unvorhergesehene Extra-Meter zurücklegen, um das Unentschieden über die Zeit zu retten. Als Anschauungs-Material für Mittwoch dient diese Partie für die Gladbacher daher nur bedingt. Borussias Cheftrainer Marco Rose wird ohnehin mehr Wert darauflegen, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Beispiele, wie die Ukrainer verwundbar sind, gibt es ohnehin noch genügend aus dem Hinspiel, auch wenn die Borussen bereits mehrmals betont haben, dass sie 22 Tage nach dem ersten Aufeinandertreffen ein komplett anderes Spiel erwarten wird.

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