Borussia Mönchengladbach: Das Gros der Startelf steht

Borussia im Trainingslager: Der Kampf um die Startplätze läuft

Das Gros der Startelf für den Rückrunden-Auftakt nächste Woche Samstag bei Bayer Leverkusen dürfte für Trainer Dieter Hecking bereits feststehen. Doch es gibt noch Positionen, auf denen der Konkurrenzkampf verstärkt ist.

In wenigen Tagen reist Borussia aus dem Trainingslager in der spanischen Sonne ab. Am Niederrhein beginnt für die Gladbacher dann der Ernst des Fußballerlebens. Nur noch eine Woche lang bleibt Trainer Dieter Hecking in der Heimat Zeit, seine Spieler in Bundesligaform zu bringen. Schon nächste Woche Samstag treffen die Borussen in Leverkusen auf einen Gegner, der ihnen noch den Platz in der Spitzengruppe streitig machen will. Das Gros seiner Startelf beim Rückrundenauftakt dürfte für den Trainer bereits feststehen. Doch einige Positionen sind noch vakant. „Die Spieler wollen sich nun in Position bringen, der Kampf ist eröffnet. Und Dieter heizt den auch ein“, sagt Sportdirektor Max Eberl.

Dass Yann Sommer im Tor stehen wird, sollte niemanden überraschen. Ebenso die Tatsache, dass Matthias Ginter und Nico Elvedi, beide Leistungsträger in der Hinrunde, in der Innenverteidigung gesetzt sein dürften. Obwohl Tony Jantschke im Trainingslager einen sehr guten Eindruck hinterlässt, wird ihm wohl nur die Rolle als sehr zuverlässige Alternative bleiben. Auf der linken Seite bleibt Oscar Wendt unangefochten. Andreas Poulsen ist für ihn noch keine ernsthafte Konkurrenz. Rechts sieht das schon anders aus. Michael Lang und Fabian Johnson kämpfen da um den letzten offenen Platz in der Abwehr. Johnson könnte den Vorteil haben, dass er im Hinspiel, das Gladbach gegen Leverkusen gewann, mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand einer der Helden war. Lang dagegen war bis kurz vor der Winterpause Stammkraft als rechter Verteidiger, ehe ihm etwas die Puste ausging. Nun ist er wieder bei Kräften und gilt als Favorit im Duell gegen Johnson.

Im defensiven Mittelfeld hat Tobias Strobl aktuell gegenüber Christoph Kramer die Nase vorn. Der Weltmeister von 2014 konnte nicht alle Einheiten absolvieren, Strobl dagegen macht einen topfitten Eindruck und begeistert vor allem mit seinen Diagonalpässen auf die Außenstürmer. Diesen Zug nach vorne will auch Hecking sehen. Auf den Achterpositionen kämpfen Jonas Hofmann, Florian Neuhaus und Denis Zakaria um die beiden Plätze. Als erster Anwärter dürfte dabei Hofmann gelten, der im heckingschen 4-3-3 in der Hinrunde aufblühte und nach seiner Verletzung am Hüftbeuger wieder voll im Saft ist. Bliebe die Frage, wer die Position neben ihm einnimmt. Zakaria überzeugte in der Hinrunde nicht, Neuhaus war dagegen eine der großen Überraschungen der ersten Gladbacher Saisonhälfte. Das könnte ihm auch den Startplatz in Leverkusen bescheren.

Im Sturm hängt vieles vom Kapitän ab. Lars Stindl hat am Mittwoch erstmals die gesamte Trainingseinheit absolviert. Schafft er es, bis zum Aufeinandertreffen mit Bayer zu 100 Prozent in Form zu sein, wird er im Zentrum stürmen, auf den Außen werden Thorgan Hazard und Alassane Plea wirbeln. Kommt der Rückrundenauftakt für Stindl noch zu früh, würde Plea in die Mitte rücken und Hazard auf links agieren. Auf der rechten Seite käme es dann zum Startelf-Duell zwischen Patrick Herrmann und Ibrahima Traoré. Wie im Sommer hinterließ Herrmann, dessen möglicher Abgang kein Thema mehr zu sein scheint, in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck und dürfte die Nase vorn haben.

Mehr von RP ONLINE