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Borussia Mönchengladbach: Das bedeuten die Ergebnisse im DFB-Pokal-Halbfinale

Qualifikation für Europapokal : Das bedeuten die Ergebnisse im Pokal-Halbfinale für Borussia

In der Vorschlussrunde des DFB-Pokals haben sich in RB Leipzig und Borussia Dortmund die Favoriten durchgesetzt. Das hat auch Auswirkungen auf die Ausgangslage der Gladbacher im Rennen um einen Europapokalplatz.

Borussia Mönchengladbach gehört zu den Co-Gewinnern der DFB-Pokalspiele. Ohne selbst aktiv zu werden, haben sich die Chancen der Gladbacher, in der kommenden Saison wieder im Europapokal zu spielen, durch den Ausgang der Halbfinalspiele im DFB-Pokal deutlich erhöht. Da sich am Freitag und Samstag in RB Leipzig (2:1 nach Verlängerung gegen Werder Bremen) und Borussia Dortmund (5:0 gegen Holstein Kiel) die Favoriten durchsetzten, wird der siebte Tabellenplatz, den die Gladbacher derzeit belegen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in der kommenden Saison berechtigen: Er würde in die neu geschaffene Conference League führen.

In Dortmund erhielten die Gladbacher unter anderem Schützenhilfe durch einige ihrer Ex-Spieler. Marco Reus und Thorgan Hazard steuerten jeweils einen Treffer zum ungefährdeten Erfolg gegen den Zweitligisten Kiel bei – womit im Finale in Reus, Hazard, Mo Dahoud und Nico Schulz gleich vier Ex-Borussen auf der Seite der Dortmunder stehen werden. Für die Gladbacher, die im Viertelfinale am BVB gescheitert waren, war indes der Halbfinalsieg bereits wichtiger als nun der Ausgang der Finales.

Eigentlich qualifizieren sich nur die Vereine auf den ersten sechs Plätzen der Bundesliga für den Europapokal: Die ersten Vier nehmen an der Gruppenphase der Champions League teil. Der Tabellenfünfte ist für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert, und der Tabellensechste darf in den Play-offs der neu geschaffenen Europa Conference League starten. Hinzu kommt der DFB-Pokalsieger, der wiederum mit dem Fünftplatzierten an der Europa League teilnimmt.

Belegt der Pokalsieger allerdings am Ende der Saison bereits einen dieser sechs Europapokalplätze, wird ein Startplatz wieder frei. Landet der Pokalsieger unter den ersten Vier, startet er in der Champions League, die Vereine auf Platz fünf und sechs spielen in der Europa League. Wird der Pokalsieger Fünfter oder Sechster, spielt er mit dem Fünften oder Sechsten in der Europa League.

In beiden Fällen geht der Platz in den Play-offs der Conference League an den Tabellensiebten. Das geschieht nun, da sich die Pokalfinalisten Leipzig (aktuell Tabellenzweiter) und Dortmund (momentan Fünfter) – das Endspiel ist bereits am Donnerstag, 13.Mai – über die Liga für den Europapokal qualifizieren werden.

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Somit ist Borussia derzeit auf Kurs Conference League. Nach hinten muss dieser Platz an den verbleibenden drei Liga-Spieltagen indes erst einmal abgesichert werden. Union Berlin ist punktgleich mit den Gladbachern und hat nur eine um vier Tore schlechtere Tordifferenz. Auch der SC Freiburg ist noch nicht ganz aus dem Rennen, er hat zwar derzeit fünf Punkte Rückstand auf die Borussen, allerdings auch noch ein Nachholspiel gegen die Berliner Hertha in der Hinterhand. Borussia hat aber auch noch die Möglichkeit, die Europa League zu erreichen, dazu muss sie im Saisonendspurt vier Punkte und drei Tore auf Bayer Leverkusen aufholen.

Selbst der BVB ist für die Gladbacher noch einholbar und von den Europapokalplätzen zu verdrängen, bei neun Punkten und elf Toren Rückstand ist diese Chance aber eher theoretischer Natur. Dortmund hat am Samstag derweil mit seinem Sieg gegen Kiel genau jenes Pokalfinale perfekt gemacht, das die Gladbacher Borussia entspannt auf das Endspiel in Berlin schauen lässt. Nun muss nur der Job in der Bundesliga erledigt und der Europapokalplatz gesichert werden.