Borussia Mönchengladbach: Darum wächst die Angst um die Europa-Plätze

Konkurrenten sind herangerückt : Borussia bekommt Platzangst im Europa-Rennen

Es wird eng im Kampf um die internationalen Plätze in der Bundesliga. 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen haben ihre Spiele gewonnen und sind durch Borussias Niederlage gegen RB Leipzig herangerückt.

In der vergangenen Woche wurde das 1:0 der Borussen in Hannover nachträglich vergoldet, weil der FC Augsburg 3:1 bei Eintracht Frankfurt gewann. Borussia war plötzlich wieder nah dran an den Champions-League-Rängen. Nach unten war nichts passiert, weil zwar die Konkurrenz gewonnen, aber eben auch Borussia ihren Job gemacht hatte. Was Platz vier angeht, hat sich vorerst nichts verändert. Doch der Blick nach unten muss den Borussen langsam Sorgen machen. Denn die Anderen sind von unten herangerückt. Unter anderen das Spiel von 1899 Hoffenheim am Samstagabend auf Schalke war für die Borussen nicht hilfreich angesichts der eigenen vierten Heimniederlage der Saison.

„Es ist ein Scheiß-Ergebnis, darüber müssen wir nicht reden. Natürlich guckt man jetzt schon nach links und rechts, was die anderen machen und hast die Tabelle im Blick. Am Ende muss du halt auch mal Spiele gewinnen“, sagte Christoph Kramer. „Wir sind aber mitten drin und dass wir vier Spieltage vor Schluss etwas sicher haben, das wäre utopisch gewesen“, befand Kramer.

Insbesondere 1899 Hoffenheim kommt mächtig auf – und hat mit dem klaren 5:2 bei Schalke 04 im späteren Abendspiel nochmal ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Es war der fünfte Sieg der Kraichgauer in den letzten sechs Spielen, zuletzt gab es vier Erfolge in Serie und 15:3 Tore. Die Hoffenheimer sind bis auf einen Punkt dran an Gladbach, das 51 Zähler beisammen hat. Drei Punkte weniger hat Bayer Leverkusen, das mit zuletzt zwei Siegen ebenfalls im Aufwind ist. Es wird immer kuscheliger im Rennen um Europa, doch ein Wohlfühleffekt ist das nicht für Gladbach.

„Es ist für uns ein kleiner Rückschlag“, gestand Verteidiger Tony Jantschke, der für den verletzten Nico Elvedi in die defensive Dreierkette rückte. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben aber keine Punkte, das ist schwer zu akzeptieren“, sagte Denis Zakaria. „Aber wir sind noch dran an den Europa-Plätzen“, so der Schweizer, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Mindestens bis Montagabend bleibt Platz vier und somit die Champions League in Schlagweite. Dann spielt Frankfurt beim VfL Wolfsburg. Gewinnt Frankfurt, vergrößert sich der Vorsprung auf Gladbach wieder auf vier Punkte, gewinnt Wolfsburg, sind sie mit 48 Punkten auch wieder mittendrin im Europa-Rennen. „Es sind noch vier Spiele und es ist eng. Alle spielen auch noch untereinander, da ist alles drin für alle Mannschaften“, sagte Jantschke. Es ist aber die Bandbreite zwischen alles und nichts, die man mit Blick auf die Gladbacher Situation ins Kalkül ziehen muss. Weswegen die Enge im unteren Teil des oberen Tabellendrittels mehr und mehr zu einer Platzangst bei Borussia führt.

(kk)
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