Borussia Mönchengladbach: Darum ist Zakaria so wertvoll wie noch nie

Nummer eins im Mittelfeld : Darum ist Zakaria für Borussia wertvoller denn je

Der Schweizer wird nach den Problemen aus der Hinrunde immer wichtiger für Borussia, er ist der konstanteste Mittelfeldspieler seit dem Jahreswechsel. Er wird auch perfekt in die Taktik von Marco Rose passen.

Denis Zakaria hat einen langen Anlauf gebraucht, um in dieser Saison eine wertvolle Rolle zu übernehmen. Nach seiner ersten Spielzeit bei Borussia, in der er 29-mal in der Bundesliga-Startelf stand, hatte er in der Hinrunde große Probleme. Zakaria brauchte Zeit, um sich mit dem neuen 4-3-3-System und seiner Rolle als Achter anzufreunden. Die Folge: Achtmal gehörte er nur zum Stammpersonal. Doch irgendwann hatte er die Phase der Umgewöhnung überstanden. Seit dem Jahreswechsel ist Zakaria der konstanteste Mittelfeldspieler der Borussen. Seinen Leistungshöhepunkt erreicht er nun jedoch im neuen 3-5-2.

Immer wieder wurde der Schweizer in den vergangenen Wochen offensiv gefährlich, schoss beispielsweise den Ausgleich beim 1:1 in Frankfurt. Zuletzt in Hannover (1:0) fiel er jedoch dazu in der Defensive außerordentlich auf. Häufig eroberte Zakaria den Ball, per Zweikampf oder gutem Stellungsspiel. Vorher zeigte er schon als eine Mischung aus Sechser und Achter, in der er seine enorme Laufstärke perfekt ausspielen kann, gegen Bremen (1:1) eine starke Leistung. „Wir haben beide Male ein gutes Spiel gezeigt, waren aggressiv und wollten wieder viel Präsenz zeigen, das ist uns gelungen“, sagt Zakaria, der selbst als Mittelfeld-Kämpfer voranging. „Manchmal muss ich einfach auch mal so spielen, auch wenn das kein direkter Auftrag war, mich auf die Defensive zu fokussieren. Aber diese Arbeit mache ich für die Mannschaft, damit wir kein Tor kassieren. Das ist erstmal das Wichtigste.“

Wichtig ist auch, dass Borussia nach einer schwachen Phase wieder in der Spur ist nach den vier Punkten aus den Spielen gegen Bremen und in Hannover. Ein Grund dafür ist eben auch die Umstellung auf das 3-5-2. „Wir sind eine flexible Mannschaft, wir können verschiedene Systeme spielen, das ist ein Pluspunkt. Ich mag die aktuelle Taktik“, sagt Zakaria.

Der Schweizer ist aktuell so wertvoll wie nie, vor allem weil Jonas Hofmann, der eigentliche Chef-Achter, in der Rückrunde in einer Schaffenskrise steckt. So ist Zakaria derzeit die Nummer eins im Mittelfeld der Borussen. Ob er am Samstagabend gegen RB Leipzig (18.30 Uhr) dabei sein kann, ist aber noch offen. In dieser Woche konnte der 22-Jährige aufgrund einer Rippenverletzung aus dem Hannover-Spiel noch nicht trainieren. Auch Christoph Kramer und Nico Elvedi sind seit der Partie angeschlagen und mussten bisher pausieren. Trainer Dieter Hecking hofft aber noch auf eine rechtzeitige Rückkehr dieser drei Spieler.

Seinem derzeitigen Coach will Zakaria in den letzten Spielen noch den Einzug in den Europapokal bescheren, ehe Hecking im Sommer von Marco Rose abgelöst wird. Der Noch-Trainer von RB Salzburg wird eine auf Ballgewinne orientierte Spielweise mit nach Mönchengladbach bringen, etwas, was Zakaria sehr liegen dürfte. „Doch daran denke ich noch gar nicht, sondern vielmehr an das Ende mit Hecking“, sagt er. Und das könnte nach den vergangenen Eindrücken ein gutes werden. Zumal Borussia dank der Frankfurter Niederlage gegen Augsburg (1:3) nur noch einen Zähler Rückstand auf Platz vier hat, der zur Königsklasse berechtigen würde. „Wir wollen die letzten fünf Spiele gut bestreiten, wir sind sogar dran an der Champions League. Dafür geben wir 100 Prozent, und danach kann ich dann mal über den neuen Trainer nachdenken“, sagt Zakaria.

Rose jedoch wird nicht entgangen sein, dass der Schweizer ein Spieler ist, der perfekt in sein Anforderungsprofil passen wird. Für den Hecking-Nachfolger wird es nicht nur wichtig sein, im offensiven Pressing für Ballgewinne zu sorgen, sondern in allen Bereichen des Feldes aggressiv Ballverluste zu erzwingen. Wie gut Zakaria das beherrscht, hat er in Hannover bewiesen.

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