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Borussia Mönchengladbach: Daniel Farke trifft auf Sandro Schwarz

Lob für Trainer-Kollege Sandro Schwarz : Darum erwartet Farke ein „kompliziertes Spiel“ gegen Hertha BSC

Borussia hat an den ersten beiden Spieltagen vier Punkte geholt, die Berliner Hertha nur einen. Doch das hat für Gladbach-Trainer Daniel Farke keine große Aussagekraft. Vielmehr verteilt er einige Komplimente an Hertha BSC und seinen Trainer-Kollegen, mit dem ihn einiges verbindet.

Es gibt ein paar Gemeinsamkeiten zwischen Borussias Trainer Daniel Farke und Sandro Schwarz, dem Coach der Berliner Hertha. Beide haben einen Verein übernommen, der eine sehr komplizierte Saison hinter sich hat, und müssen nun Aufbauarbeit betreiben. Zudem arbeiteten sowohl Farke als auch Schwarz bei russischen Klubs, als im Februar der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine begann. Während Farke seinen Vertrag bei FK Krasnodar nur wenige Tage später auflöste, brachte Schwarz die Saison mit Dynamo Moskau zu Ende.

Näher eingehen wollte Farke nun vor dem Aufeinandertreffen mit Schwarz und der Hertha (Freitag, 20.30 Uhr, DAZN) nicht mehr auf seine damalige Entscheidung, Russland schnell zu verlassen. Es habe damals aber keinen Austausch zwischen ihm und dem Trainerkollegen gegeben, sagte Farke, der sich vielmehr auf die sportliche Aufgabe im zweiten Heimspiel der Saison konzentriert. In das geht Borussia als Favorit gegen eine Mannschaft, die in der Vorsaison beinahe abgestiegen wäre und auch nun mit einem Punkt nicht gut aus den Startlöchern gekommen ist.

Farke misst der bisherigen Berliner Bilanz (Pokalaus, ein Punkt aus zwei Ligaspielen) keine große Bedeutung bei. „Eine Mannschaft schon nach zwei Spieltagen zu beurteilen, ist nicht angebracht“, sagte Gladbachs Trainer, der sein Team „fokussiert, respektvoll und konzentriert“ auf die Aufgabe am Freitagabend vorbereite. Die Hertha sei für ihn ein Verein mit einem unfassbar großen Potenzial.

„Mit Fredi Bobic haben sie einen sehr erfahrenen Sportdirektor, der nun dabei ist, Berlin seinen Stempel aufzudrücken. Und in Sandro Schwarz hat die Hertha einen Trainer verpflichtet, der seine hohe Qualität schon auf seinen früheren Positionen nachgewiesen hat. Ich finde das Gesamtkonstrukt auf jeden Fall sehr spannend“, sagte Farke, der auch klare Prozesse im Spiel der Hertha erkannt hat: „Da ist eine deutliche Handschrift zu sehen.“

Damit schwört Farke nicht nur seine Mannschaft, sondern auch die Fans auf ein „sehr kompliziertes Spiel“ ein. Doch zugleich soll sein Team auf die eigenen Stärken vertrauen. „Wir wissen, dass wir gut in Form sind und einen guten Start in die Saison hatten. Und natürlich wollen wir unseren Lauf von ungeschlagenen Spielen gegen die Hertha fortsetzen“, betonte Farke.

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Ein Selbstläufer wird die Partie gegen die Berliner deswegen aber nicht. Und Farke hat durchaus noch Verbesserungspotenzial beim 2:2 auf Schalke gesehen – etwa das etwas zu komplizierte und langsame Aufbauspiel sowie die Konterabsicherung in der Anfangsphase. „Wir werden in allen Bereichen topkonzentriert sein und an unser Maximum herankommen müssen. Ich bin davon überzeugt, dass wir gegen Berlin eine Topleistung brauchen“, sagte Farke.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Daniel Farke