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Borussia Mönchengladbach: Conor Noß hat Kritik von Adi Hütter verstanden

„Das hat mir gar nicht gefallen“ : Hütters Worte haben bei Borussia-Talent Noß gewirkt

Conor Noß hat bislang zwei Testspieltore erzielt. Sein Trainer Adi Hütter verriet nach dem 1:0-Sieg gegen den FC Metz, dass er zu Beginn der Vorbereitung gar nicht einverstanden war mit Noß’ Leistung. Ein Gespräch mit dem Gladbach-Talent hat daraufhin offenbar gefruchtet.

Conor Noß signalisierte Per Lockl seinen Laufweg. Da, dahin soll der Ball, zeigte er mit ausgestrecktem Arm an, während er durch die Lücke zweier Gegenspieler sprintete. Lockl spielte den gewünschten Pass, Noß blieb frei vor dem Tor cool und schob den Ball durch die Beine des Torwarts hindurch ins Tor.

Noß strahlte daraufhin, genoss die Glückwünsche seiner Mitspieler und den Applaus der 630 Zuschauer, die am Fohlenplatz zuvor eine ereignisarme zweite Hälfte zu sehen bekamen. „Man hat gesehen, wie sich die jungen Spieler alle gefreut haben, als sie kurz vor Schluss das wahrscheinliche Siegestor geschossen haben“, sagte Borussias Trainer Adi Hütter nach dem 1:0-Erfolg gegen den FC Metz am Samstag.

Bis zum Treffer von Noß in der 87. Minute hatte es so ausgesehen, als würde Borussia auch im dritten Testspiel kein Sieg gelingen. Für den 20-Jährigen, der seit der U9 ein Borusse ist, war es das zweite Tor in der Vorbereitung. Auch bei der 1:3-Niederlage gegen den SC Paderborn trug sich Noß mit einem Distanzschuss in die Torschützenliste ein. Damit ist er bislang der einzige Gladbacher, der unter Adi Hütter zweimal getroffen hat. Beim 2:2 im ersten Test gegen Viktoria Köln erzielten Ramy Bensebaini und Patrick Herrmann die Tore.

Da machte Noß, der drei Tage zuvor seinen ersten Profivertrag unterzeichnet hatte, bei seinem 45-Minuten-Einsatz keine gute Figur. Entsprechend deutlich wurde sein Trainer. „Da musste ich mit ihm schon sprechen, weil mir das gar nicht gefallen hat“, verriet Hütter. „Das hat er selbst aber auch so gesehen und sich das zu Herzen genommen.“

Dass die Worte etwas bewirkt haben, bewies Noß mit seinen Toren. „Das ist natürlich Werbung in eigener Sache“, sagte Hütter. Gegen Metz war Noß in der zweiten Hälfte auf der linken Seite, der Zehnerposition und in der Spitze unterwegs. Dass er nicht auf eine Position festgelegt ist und auch auf der Außenbahn spielen kann, ist für ihn ein Vorteil, denn im offensiven Zentrum muss er sich bei den Profis unter anderem mit Kapitän Lars Stindl und Hannes Wolf messen.

Für den Moment und mit Blick auf das nächste Testspiel gegen den FC Bayern am Mittwoch (18 Uhr) hat sich Noß für den nächsten Einsatz beworben. Und Hütter weiß offenbar schon, wie er Noß, der unter Ex-Trainer Marco Rose in der Saison 2019/20 viermal im Profi-Kader stand, deutlich macht, was er von ihm sehen will.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Thuram und Neuhaus sehen 1:0-Sieg gegen Metz