Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer vermisst die Fußball-Romantik

Social Media „ungesund“: Borussias Kramer will die Fußball-Romantik zurück

Julian Brandt von BAyer 04 Leverkusen hat in einem Interview siene Ablehnung gegenüber den sozialen Medine zum Ausdruck gebracht. Borussias Christoph Kramer ist seinem Kollegen jetzt zur Seite gesprungen.

Weltmeister Christoph Kramer hat sich besorgt über einige Entwicklungen im Fußball gezeigt und wie zuvor Nationalspieler Julian Brandt auch seine Ablehnung gegen soziale Netzwerke geäußert. „Wenn wir ehrlich sind, wollen wir doch alle ein bisschen die Romantik wiederhaben“, sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach im Podcast „Phrasenmäher“ der „Bild“-Zeitung.

„Es regt mich ja auch auf, dass ich heute DAZN, Eurosport und Sky brauche, um Fußball zu schauen“, sagte Kramer und erklärte in Bezug auf die Anstoßzeiten in der Bundesliga und Champions League: „Ich spiele auch lieber um 15.30 Uhr. Und als Kind war es das Geilste, wenn alle Spiele um 15.30 Uhr stattgefunden haben. Deshalb kann ich jeden Fan verstehen, der das scheiße findet. Es kommt mehr Geld in den Fußball, davon profitieren wir Spieler, aber dass die Romantik ein bisschen verloren geht, finde ich schade.“

Auch die häufige Verwendung sozialer Netzwerke sieht der 27-Jährige kritisch. „Der einzige Sinn von Social Media ist, damit Geld zu machen“, sagte der Weltmeister von 2014: „Ich probiere, mich so gut es geht, da rauszuhalten. Weil ich glaube, dass es ungesund ist.“ Er sei Konsument der Nachrichten der Kollegen, sagte Kramer, „und ich verstehe jeden, der versucht, aus sich eine Marke zu machen. Aber ich bin nicht berühmt und gut genug, um aus mir eine Marke zu machen.“

Der Leverkusener Nationalspieler Brandt hatte zuvor erklärt: „Ich habe von Facebook und Twitter überhaupt keinen Plan. Ich hasse diese Plattformen über alles. Aber ich muss sie halt benutzen.“

(lt/dpa)
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