Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer und Denis Zakaria entscheiden das Borussen-Duell

Kramer/Zakaria gegen Witsel/Delaney : Die Mittelfeld-Duos entscheiden das Borussen-Duell

Christoph Kramer und Denis Zakaria werden den Ausgang des Spiels gegen den BVB maßgeblich beeinflussen. Auf der anderen Seite stehen mit Axel Witsel und Thomas Delaney zwei leistungsstarke Pendants.

Das Saison-Finale für die Borussen wird zum Nervenspiel, sowohl für die aus Mönchengladbach als auch für die aus Dortmund. Der BVB kann mit einem Sieg noch Meister werden, sofern Bayern München gegen Eintracht Frankfurt verliert. Und für die Gladbacher geht es um die Champions League. Ihren vierten Platz behalten sie dann, wenn sie ihren Zwei-Tore-Vorsprung auf Leverkusen und ihren Ein-Punkte-Vorsprung auf Frankfurt behaupten. Der letzte Bundesliga-Spieltag hat für beide also Endspiel-Charakter. Und gerade in Finals sind es die Männer im Zentrum, die die Entscheidungen herbeiführen. Auch in diesem Duell.

Auf der Heimseite werden Christoph Kramer und Denis Zakaria die Geschicke der Gladbacher lenken. Beim BVB sind Axel Witsel und Thomas Delaney die Chefs im Mittelfeld. Beide Duos bestehen aus Spielern, die vorangehen. Kramer als Motivator, Ballverteiler und -eroberer. Zakaria als laufstarker Ballschlepper und Zweikämpfer, aber auch als Torschütze (drei Rückrunden-Treffer). Witsel als Organisator und Anspielstation. Und Delaney mit seiner Kampfkraft und Lufthoheit.

Eine der wichtigsten Fragen am Samstag wird sein: Wer hat die Kontrolle im Mittelfeld-Zentrum? Die beiden Duos sind die Entscheider. Vielleicht nicht, weil sie die Tore schießen werden, sondern weil sie das Tempo bestimmen, das Anlaufverhalten, Zeichen setzen in verbaler und körperlicher Form.

Eines ist klar: Nach dem 4:0-Sieg der Gladbacher in Nürnberg ist mindestens eine Borussia bereit für die Abschlusspartie, nämlich die am Samstag heimische. Sie hat den Einzug in die Europa League schon sicher, was die Saison beretis zu einer erfolgreichen macht. Und darin sieht Kramer auch einen Vorteil: „Es ist ganz wichtig, dass wir schon was in der Hand haben. Die Konstellation ist gut für uns, weil wir diejenigen sind, die am befreitesten aufspielen können. Aus mentaler Sicht ist das eine gute Situation. Aber jetzt wollen wir auch den großen Wurf landen.“

Für die Dortmunder ist die Situation nicht minder gut. Sie haben die Champions League sicher als Zweiter und wollen nun ebenfalls „den großen Wurf landen“, was bei ihnen der Meistertitel wäre. Dass die Brisanz dieses Fernduells zwischen München und Dortmund lange Bestand hat, denkt Kramer indes nicht: „Ich glaube, dass da ganz schnell der Stecker gezogen sein wird, weil Bayern früh in Führung gehen wird und es dann für Dortmund nicht mehr um viel geht.“

In jedem Fall wird es ein Spiel, in dem beide Mannschaft nichts mehr zu verlieren haben, sondern nur noch gewinnen können. Entsprechend werden sie an diese Partie herangehen. „Es ist wichtig, dass wir genauso engagiert sind wie sonst auch, auch wenn jeder weiß, dass es nur noch 90 Minuten bis zum Urlaub sind. Beide werden aber mit offenem Visier spielen, und das ist ja für den Zuschauer nie schlecht“, sagt Kramer.

Für welche der beiden Borussia-Teams das schlecht sein wird, wird sich am Wochenende zeigen. Fakt ist: Kramer wird gemeinsam mit Zakaria einen entscheidenden Anteil am Ausgang haben. Sie werden nämlich auch für die Momente zuständig sein, in denen das Visier nicht ganz so offen ist. In denen Kontrolle und Ruhe gefragt sind. Denn auch diese Attribute werden die Gladbacher brauchen, um ihn am Samstag perfekt zu machen: den Einzug in die Champions League.

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