1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer spricht über die Saison und das Ziel Champions League

Gladbachs Christoph Kramer : „Champions League als Ziel auszugeben, wäre vollkommen dumm“

Gegen Borussia Dortmund gab Christoph Kramer sein Comeback im Kader der Gladbacher - nach mehr als zwei Monaten Verletzungspause. Danach sprach er über die Hinrunde und Ziele für die Rückrunde.

Bei der 1:2-Niederlage in Dortmund kehrte Christoph Kramer nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder zurück in den Gladbacher Kader und wurde von Trainer Dieter Hecking gleich in die Startelf beordert. Erstmals seit dem 3:0-Erfolg im München am 6. Oktober stand Kramer auf dem Platz. Und er machte in seiner Rolle als „Sechser“ nicht nur eine ordentliche Partie, sondern erzielte sogar den einzigen Treffer für Borussia. Der war für viele aufgrund eines Handspiels umstritten, für den defensiven Mittelfeldspieler aber nicht.

Kramer über die Situation vor dem Tor:

„Ich bekomme den Ball da schon im Eifer des Gefechtes an die Hand, das habe ich dem Schiedsrichter auch gesagt. Es ist ja sowieso so, dass er das hinterher auf den Bildern sieht, also warum soll ich nicht sofort zu ihm hin und ihm das sagen? Ich habe ihm aber auch deutlich gesagt, dass er das Tor nicht zurücknehmen kann, weil mehr Natürlichkeit nicht geht.“

… die Niederlage beim BVB:

„Unterm Strich geht das so in Ordnung. Wir hatten zwar viel Ruhe und viel Ballbesitz, aber nicht in den interessantesten Räumen. Dort wird es schnell eng und der BVB ist dann bei Balleroberungen brandgefährlich, daher muss man das abwägen. So war es einfach nicht möglich, mehr in diesen Räumen zu agieren.“

… die Gladbacher Hinrunde mit 33 Punkten und Platz drei:

„Das ist überragend, da müssen wir nicht drüber reden. Besonders war, wie akribisch wir uns Woche für Woche auf die Gegner vorbereitet haben, immer einen Matchplan hatten. Das ist das Erfolgsrezept gewesen und da müssen wir unbedingt weitermachen.“

… die defensive Stärke des neuen Spielsystems:

„Wir stehen schon immer sehr, sehr tief und sehr kompakt, was für uns sehr gut ist. Wir haben viel auf Konter gespielt, obwohl wir auf dem Papier einen Offensiven mehr haben. Dazu haben wir es defensiv sehr gut gemacht.“

… ein mögliches Saisonziel nach der starken Hinrunde:

„Es war auffällig gut, wie wir uns in den langen Wochen vor einem Spiel auf den jeweiligen Gegner vorbereitet haben. Es ist nicht selbstverständlich, gegen Teams wie Hannover oder Nürnberg nichts anbrennen zu lassen. Was bringt es, jetzt irgendwelche Ziele auszusprechen? Wir müssen uns das Saisonergebnis so erarbeiten, dass wir immer auf das nächste Spiel gucken.“

… die Perspektive, die Champions League zu erreichen:

„Natürlich ist die da, aber ein Ziel zu formulieren, bringt nichts. Das wäre vollkommen dumm. Bremen hat das gemacht und jetzt spricht man bei ihnen von Endspielen um Europa, das ist unnötiger Druck. Es ist schwer genug, in dieser Liga viele Punkte zu holen. Aber wenn man sich so gewissenhaft wie wir vorbereitet, ist das möglich.“

… Gründe, warum die kommende Rückrunde besser als die in der vergangenen Saison wird:

„Da hatten wir dieses enorme Verletzungspech, das bleibt uns diesmal hoffentlich erspart. Dann kann man aus dem Vollen schöpfen, das ist sehr viel wert. Dieses Argument wollte damals keiner hören, aber das hat schon viel Einfluss genommen.“

… seine Verletzung:

Das Außenband und die Kapsel waren gerissen. Es ist gut, dass jetzt erstmal Ruhe reinkommt und diese Zeit vorbei ist, in der man es immer wieder probiert und täglich guckt, ob es geht oder nicht. Beim Spiel in Dortmund wollte ich aufgrund der Personalsituation unbedingt dabei sein, aber es war klar, dass es danach wehtun würde. Jetzt kommt die Pause, da habe ich die Zeit, die Verletzung auszukurieren. Und dann heißt es für mich: volle Kraft voraus.“