Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer hofft auf schnelles Comeback

Bald zurück im Mannschaftstraining?: Kramer hofft auf ein schnelles Comeback

Borussias Mittelfeldmann Christoph Kramer hatte sich am 15. November im Testspiel gegen Münster einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen. Nun hofft er, bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können.

Christoph Kramer war etwas früher fertig als der Rest. Während die Borussen im letzten Akt des Vormittagstrainings am Mittwoch in einer Spielform das Spiel in die Tiefe übten, drehte der Mittelfeldspieler einsam seine Runden. Zuvor hatte er am Teamtraining teilgenommen, doch nun, da die Spielform anstand, war er außen vor. Das aber soll sich am Donnerstag ändern. „Ich hoffe, dass ich dann voll einsteigen kann“, ließ Kramer wissen, als er sich auf den Weg in die Kabine machte. „Es sieht ganz gut aus“, ergänzte er noch, was auch bedeutet: Kramer darf zumindest zart auf ein zeitnahes Kader-Comeback hoffen. Ob es schon für das Spiel am Sonntag gegen den VfB Stuttgart reicht, bleibt abzuwarten.

Es ist fast auf den Tag genau zwei Monate her, dass Kramer in einem Pflichtspiel für Borussia auf dem Rasen stand. Damals, am 6\. Oktober, gelang das beachtliche 3:0 beim FC Bayern und Kramer spielte wirklich gut. Gleichwohl verlor er im Spiel darauf gegen Mainz seinen Platz in der Startelf an Tobias Strobl, der seither den defensiven Job in der Zentrale macht. Am 15\. November zog sich Kramer dann im Testspiel gegen Münster (3:0) den Außenbandriss im Sprunggelenk zu und fehlte somit beim 4:1 gegen Hannover und beim 0:2 in Leipzig.

Kramer gehört zu den Härtefällen dieser Saison. Er war unangefochtene Stammkraft, nun ist er nur Ersatzmann. Für Kramer eine ungewohnte Situation. Die Verletzung passte daher zum bisherigen Rest der Saison, die für ihn insgesamt sehr unbefriedigend verläuft. „Aber wir brauchen jeden Mann im Kader. Und Chris ist ein Spieler, der für uns in dieser Runde noch eminent wichtig sein wird“, versichert Trainer Dieter Hecking.

Der 54-Jährige mahnte im Trainingsspiel auf sechs kleine Tore vor allem Läufe in die Tiefe an. Läufe, die in Leipzig etwas gefehlt hatten. Der Trainer stellte nochmal heraus, dass „das Spiel in Leipzig gut war, auch wenn wir es verloren haben“, doch fehlte Borussia das gewisse Etwas. Und das forderte Hecking nun ein: „Macht die tiefen Läufe, Bewegung und Gegenbewegung, auch in der kleinen Spielform“, gab er den Profis zu verstehen, bevor das Spiel begann. Bis zum Treffen mit Stuttgart bleiben fünf Trainingseinheiten, um die Abläufe entscheidend einzustudieren: am Mittwochnachmittag (15\.30 Uhr), am Donnerstag und Samstag um 10 Uhr sowie am Freitag (unter Ausschluss der Öffentlichkeit).

Während Kramer so schnell wie möglich voll einsteigen soll, fehlen Matthias Ginter (Fraktur der Augenhöhle und des Kiefers), Jonas Hofmann (Muskelverletzung im Hüftbeuger) und Mamadou Doucouré (Muskelbündelriss im Oberschenkel) weiterhin.

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