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Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer favorisiert im EM-Halbfinale Italien

„Wahrscheinlich Schluss“ : Borussias Kramer lässt „sein“ Spanien vor dem EM-Halbfinale fallen

Nach dem EM-Achtelfinale hatte Gladbachs Mittelfeldspieler Christoph Kramer den spanischen Ballbesitzfußball gefeiert. Nun sagt er, warum er aber glaubt, dass sich die Italiener im Halbfinale gegen die Spanier durchsetzen werden.

Liegt es daran, dass die Spanier seine Schweizer Teamkollegen aus der EM geworfen haben? Oder waren sie Borussias Mittelfeldspieler Christoph Kramer dann im Viertelfinale doch zu vernarrt in den Ballbesitz und zu wenig konsequent im Spiel nach vorn? Jedenfalls siegt der 30-Jährige, „seine Spanier“ (Kapitän Lars Stindl) im Halbfinale gegen Italien in der Außenseiterrolle.

Nach dem Achtelfinale hatte Kramer seine Zuneigung zum spanischen Ballbesitzfußball herausgestrichen, indes in seiner emotionalen Ausprägung. Und eben diesen sieht er nun doch von den Italienern weit besser aufgeführt. „Bei Spanien sieht es mehr einschläfernd aus, bei Italien ist mehr Zug drin, weil sie im vorderen Drittel sicherlich auch die Spieler haben, die mehr Zug reinbringen können. Das ist der Fußball, den jeder schön findet“, sagte Kramer.

„Italien ist sicherlich nochmal facettenreicher, weil es auch den besseren Kader hat. Die Spanier sind sehr auf den Ballbesitz reduziert, weil sie den Kader dafür haben und es darum nicht anders können. Ich finde es trotzdem sehr attraktiv, zuzuschauen. Aber jetzt wird wahrscheinlich Schluss sein für sie“, sagte Kramer. „Die Italiener haben einen Top-Ballbesitz, erobern die Bälle schnell wieder hoch, bringen den Gegner in so eine Art Teufelskreis, weil sie ihn kaputt gespielt haben.“

Kramer würde eine solche Mischung aus Ballbesitzfußball und Pressing-Momenten auch für Gladbach gut gefallen. „Wie Italien es spielt, ist das natürlich ein hohes Ziel“, gesteht Kramer. Mit dem neuen Trainer Adi Hütter wird es nun in den kommenden Wochen darum gehen, den künftigen Spielstil der Borussen zu entwickeln auf der Basis dessen, was im Kader hinterlegt ist.

Und das ist das, was Kramer an Gutem und Schönen bei der EM gesehen hat, durchaus dabei. Auch wenn die Borussen nicht bei Null beginnen, „beginnt doch jetzt eine ganz neue Zeit“, wie Kramer findet. Der neue Trainer, die Rückkehr der Fans nach so vielen Monaten, es ist für ihn in verschiedener Hinsicht ein Re-Start. „Es ist nicht die Zeit für den Rückspiegel, sondern für den Blick nach vorn“, sagte Kramer.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die besten Sprüche von Gladbachs Christoph Kramer