Borussia Mönchengladbach: China-Reise mit Freundschaftsspiel

Testspiel und Büro-Besuch : Borussia ist auf dem Weg nach China

Borussia ist seit Sonntagnachmittag auf dem Weg nach China. In Guangzhou gibt es ein Freundschaftsspiel, in Shanghai besuchen die Gladbacher das klubeigene Büro, das 2018 eröffnet wurde.

Jordan Beyer wird die ersten Tage seines neuen Lebensjahres in China verbringen. Am Sonntag feierte Borussias Defensivspieler seinen 19. Geburtstag. Am späten Nachmittag gehörte er zu der 60-köpfigen Reisegruppe, die aufbrach, um bis zum 26. Mai den Klub vom Niederrhein in Asien zu vertreten. Von Frankfurt aus ging es über Dubai nach Guangzhou im Süden Chinas, das die erste Station ist. Dann geht es nach Shanghai, wo die Borussen seit 2018 ein eigenes Büro haben.

Es ist nicht die erste Borussia-Spielreise nach China. Schon im Juni 1969 begaben sich die Gladbacher nach Fernost: Vier Spiele gegen Japans Nationalteam gab es in Tokio, Hiroshima, Osaka und nochmal Tokio, dann ein Treffen mit Südkoreas Nationalmannschaft in Seoul und schließlich einen Vergleich mit einer Stadtauswahl von Hongkong. Das war am 28. Juni 1969 die China-Premiere der Borussen.

Auch dieses Mal gibt es ein Spiel. Nach einem öffentlichen Training am Dienstag in Guangzhou, treten die Borussen am Mittwoch um 20 Uhr Ortszeit (das Spiel wird zur Primetime im chinesischen Fernsehen übertragen) beim Erstligisten Guangzhou R&F an.

Einige Borussen-Stars sind indes nicht dabei: Kapitän Lars Stindl ist verletzt und blieb in Deutschland. Zudem fehlten einige Nationalspieler: der Deutsche Matthias Ginter, die Schweizer Yann Sommer, Michael Lang, Nico Elvedi und Denis Zakaria sowie der Franzose Michael Cuisance. Sie haben noch anstehende Länderspielverpflichtungen und sind deshalb nicht mit nach Asien gereist.

Ihre Kollegen werden dort nicht nur spielen, sondern auch viele Termine haben. Borussia will ihre Bekanntheit in China im Sinne der Internationalisierung. „Wir wollen diesen Fans unsere Borussia nahe bringen und genauso nahbar und familiär sein wie in Mönchengladbach“, sagt Peter Hambüchen, Borussias Abteilungsleiter für internationale Geschäftsentwicklung.

Am Donnmerstag geht es dann nach Shanghai. In der 28. Etage des Hochhauses „The Place“ ist dort das Büro von „Borussia Mönchengladbach (Shanghai) Sport Development Co. Ltd.“. General Manager Martin Thiess und Project Supervisor Xuan Ling koordinieren von diesem Standort aus Borussias Aktivitäten im Reich der Mitte.

Auch in China steht, wie üblicherweise in Mönchengladbach, der Kontakt zu den Fans im Mittelpunkt, betont Borussia. „Wir wollen durch unterschiedliche Aktivitäten darauf hinweisen, was Borussia in China macht und dass wir versuchen, etwas Nachhaltiges aufzubauen“, sagt Hambüchen. Fans sollen zum Beispiel zu einer Autogrammstunde in Borussias Büro kommen.

Es wird also eine eindrucksvolle Woche für Jordan Beyer und die anderen Borussen. „Ich bin mir sicher, dass viele der Jungs von dieser anderen Welt begeistert sein werden und sehen, dass China viel mehr ist als Smog und volle Straßen“, sagt Hambüchen. Am Samstag fliegen die Borussen dann zurück in die Heimat, danach haben die Profis Urlaub.

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