Borussia Mönchengladbach: Breel Embolo kommt und spielt gleich gegen den FC Schalke.04

Ex-Klubs und Derbys zum Bundesliga-Auftakt : Borussias Start voller Emotionen

Trainer Marco Rose trifft in den ersten Spielen auf seinen Ex-Verein Mainz und den Klub aus seiner Heimatstadt, RB Leipzig. Der neue Stürmer Breel Embolo bekommt es in der ersten Partie mit seinem Ex-Verein Schalke 04 zu tun.

Marco Rose hat ein paar Prinzipien. Eines ist, dass für den neuen Trainer von Borussia Mönchengladbach das Glas immer erst mal halbvoll ist. Daraus ergibt sich eine positive Einstellung zum Leben und zu den Dingen des Lebens. Und natürlich auch zu den Gegnern, die das Pokal-Los und die Spielplan-Macher der Bundesliga seinem neuen Verein beschert haben.  Gegen Sandhausen geht es in der ersten Pokalrunde, Schalke 04 kommt am ersten Spieltag in den Borussia-Park.

Alles in allem hat Borussias Liga-Auftakt ebenso wie das Pokalspiel seine Tücken: Er bietet viele Möglichkeiten, gleich Ausrufezeichen zu setzen, kann aber sofort ein Euphorie-Schädiger sein, wenn es nicht gut läuft. Indes: Rose will bei Borussia auf Emotionen setzen, und emotional ist dieses Startprogramm ganz sicher, für seinen neuen Arbeitgeber ebenso wie für ihn ganz persönlich. Rose gefällt das, er hat ganz bewusst die Wohlfühl-Oase RB Salzburg verlassen, um neue Herausforderungen anzunehmen. „Ich freue mich darauf“, stellte er klar.

„Ich nehme es, wie es kommt. Bei Sandhausen hatte ich erst mal gar kein Gefühl, ob es nun gut oder schlecht ist. Klar ist aber, dass wir eine Runde weiterkommen wollen. Und Schalke ist ein West-Schlager zum Auftakt“, sagte Rose, 42. Dann muss er am zweiten Spieltag nach Mainz, seinem Ex-Verein, der von seinem Kumpel Sandro Schwarz trainiert wird, dann kommt Leipzig, der Klub aus seiner Heimatstadt, und schließlich gibt es die Derbys beim 1. FC Köln und gegen Fortuna Düsseldorf. „Ich habe auf den Spielplan geschaut und mich gefragt, welches das erste Spiel ist, von dem ich sage, das ist einfach. Es ist die deutsche Bundesliga, da ist jedes Spiel nicht einfach“, sagte Rose.

Für einen Mann, der seit kurzem Borusse ist, weil er einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hat, ist der Auftakt gegen Schalke indes einer, der extrem große Emotionen mit sich bringt. Denn Breel Embolo war gerade noch Schalker – und verlässt einen Klub, bei dem er nicht viel Glück hatte. Embolo war Donnerstag schon im Borussia-Park, „wir haben schon ein wenig mit ihm gearbeitet“, sagte Rose. Der Stürmer wird am Sonntag beim Trainingsauftakt dabei sein, aber noch nicht aktiv sein. „Er fängt in den nächsten Tagen an zu laufen“, sagte Rose.

„Wir sind überzeugt, dass wir ihm hier einen Neustart ermöglichen können und dass wir viel Freude an ihm haben werden“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Ich freue mich sehr, dass ich die Chance bekomme, bei Borussia zu spielen“, sagte Embolo. Er will das Kapitel Schalke hinter sich lassen und in Gladbach zeigen, was er wirklich kann. Seine Wucht zeichnet ihn aus, vor dem Tor war er auf Schalke nicht immer produktiv. Sein vielleicht bestes Spiel für Schalke machte er am 2. Oktober 2016 – beim 4:0 gegen Gladbach. Da schoss er zwei Tore. Eine ähnliche Geschichte dürfte Embolo für das erste Spiel als Borusse vorschweben, nur dass da Schalke der Leidtragende wäre.

Dass Embolo gegen Schalke gleich dabei sein will, ist klar. Doch wird es in seinem Fall auch darauf ankommen, behutsam zu sein. Denn auf Schalke hatte er unter anderem deswegen Probleme, weil die Erwartungen zu groß waren. Er wurde sozusagen als Wunderkind geholt aus Basel, daraus entstand enormer Druck – und dann kamen die Verletzungen. Nun kommt er angeschlagen nach Mönchengladbach und arbeitet zunächst mal am Comeback. Geduld ist sicherlich gefragt bei Embolo, das gilt für Borussia, aber auch für den Schweizer selbst.

Am Freitag traf Embolo, der wie auf Schalke auch in Mönchengladbach die Nummer 36 tragen wird, im Borussia-Park bereits 16 seiner künftigen Teamkollegen. Teil eins der obligatorischen Gesundheits- und Leistungsdiagnostik stand an, unter anderem ein Belastungs-EKG, ein Fußscreening, Gang- und Laufanalysen sowie Augen- und Zahn-Checks. Am Samstag geht es weiter mit Sprungkraft- und Laktattests. Sonntag ab 11 Uhr kommt dann beim Auftakttraining der Ball ins Spiel.

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