1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Breel Embolo - Bußgeld wegen Corona-Verstößen

Teilnahme an illegaler Party : Embolo muss nach Corona-Verstoß 8400 Euro Bußgeld zahlen

Die Stadt Essen hat nach einer illegalen Party im Januar ein Bußgeld gegen Borussia-Profi Breel Embolo verhängt. Eine Sprecherin erklärte, welche Verstöße dem Schweizer zur Last gelegt wurden.

Es war ein großes Aufreger-Thema zu Beginn des Jahres: In der Nacht nach dem 2:2 beim VfB Stuttgart machte sich Breel Embolo auf nach Essen zum Baldeneysee, wo er später von der Polizei in einer Wohnung angetroffen wurde - während im direkten Umfeld eine Feier aufgelöst wurde. Nun ist klar: Gegen Borussias Stürmer hat die Stadt Essen nach einer illegalen Party wegen Verstößen gegen Corona-Bestimmungen ein Bußgeld in Höhe von 8400 Euro verhängt.

„Der Bescheid umfasst insgesamt drei Verstöße, darunter die Teilnahme an einer Veranstaltung sowie der Verstoß gegen die Maskenpflicht“, berichtete Stadtsprecherin Silke Lenz am Montag. Grund für die Bußgeldhöhe seien die „besonderen Einkommensverhältnisse“. „Diese wurden berücksichtigt.“ Der Bescheid sei inzwischen ergangen, die Einspruchsfrist sei verstrichen. „Einen Einspruch gab es nicht, daher ist der Bescheid bestandskräftig“, so Lenz weiter. Über Bußgelder gegen andere Teilnehmer der Party wurde zunächst nichts bekannt.

Von 23 Personen wurden damals die Personalien aufgenommen, darunter auch die von Embolo. Der Borussia-Profi wurde aber von der Polizei nicht im Lokal, sondern in einer angrenzenden Wohnung vorgefunden. Er sei nebenan gewesen, um mit zwei Freunden Basketball zu schauen, hatte er angegeben und bestritten, mitgefeiert zu haben.

„Vertrauen ist ein ganz wichtiger Faktor. Ein Vertrauensbruch hätte Auswirkungen auf das Miteinander“, sagte damals Trainer Marco Rose, nachdem Embolo aus Gründen des Infektionsschutzes für das Spiel gegen Werder Bremen aus dem Kader entfernt worden war. Torwart Yann Sommer sagte: „Breel weiß selbst, dass er da etwas gemacht hat, das nicht geht. Wir werden als Mannschaft schon hart mit ihm ins Gericht gehen und das deutlich ansprechen. Und dann auch mit ihm nach vorne gehen.“ Embolo stand seitdem nur noch in drei von 16 Spielen in der Startelf.

Bereits gut eine Woche nach dem Vorfall hatte Borussia Mönchengladbach Embolo zu einer „hohen Geldstrafe“ verurteilt. In einer Vereinsmitteilung hatte Sportdirektor Max Eberl Embolo „unbedachtes und falsches Verhalten“ vorgeworfen. Die Höhe der Vereinsstrafe wurde nicht bekannt.

(rent/dpa)