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Borussia Mönchengladbach: Borussia-Spiel am 15. März mit Licht und Schatten

Absage des Frankfurt-Spiels : Der 15. März ist für Borussia ein Achterbahn-Datum

Am Sonntag hätte Borussia Münchengladbach bei Eintracht Frankfurt spielen sollen. Wegen der Corona-Pandemie fiel die Partie aus. Wir haben nachgeschaut, wie sich die Gladbacher am 15. März geschlagen haben. Es gab sogar mal ein Spiel in Frankfurt.

Borussia hat verloren bei Eintracht Frankfurt. Und zwar heftig. 2:5 ging das Spiel aus, nachdem es im Hinspiel ein klares 4:1 gegeben hatte. Die Geschichte war kurios. Nach sieben Minuten führte die Eintracht 2:0, zwischen der 41. und 44. Minute fielen drei weitere Tore, zunächst glich Borussia aus, dann ging Frankfurt wieder in Führung, um dann in den letzten zehn Minuten den klaren Sieg herauszuschießen.

Borussias Torschützen an diesem Tag waren Wilfried Hannes und Ralf Bödeker, für Frankfurt trafen Ronny Borchers, Norbert Nachtweih, Karl-Heinz Körbel, Bum-kun Cha und Harald Karger. Die Namen zeigen den Kennern der Bundesliga-Historie, dass die Geschichte schon ein wenig zurückliegt, gespielt wurde am 15. März 1980. 40 Jahre später wurde Frankfurt gegen Gladbach am 15. März wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt.

1980 war das Jahr, in dem sich Borussia und die Eintracht später noch auf internationaler Ebene trafen, in den Finalspielen um den Uefa-Cup, in denen sich die Eintracht durchsetzte. Zuvor in der Bundesliga gab es das 2:5 im Kontext einer Problemphase im Februar und März: fünf von sieben Spielen gingen damals verloren.

Siebenmal spielte Borussia seit dem Bundesliga-Aufstieg 1965 an einem 15. März. Es gab weitere unschöne Erlebnisse. 2003 gab es ein 1:4 bei Arminia Bielefeld. Es war das zweite Spiel nach dem Trainerwechsel von Hans Meyer zu Ewald Lienen und ein schwerer Rückschlag im Klassenkampf. Aber auch, sagte Lienen, eine „heilsame Niederlage, ein wichtiger Hinweis in jeder Beziehung“. Danach brachte Lienen Borussia auf Kurs und rettete sie.

2019 gab es ein 1:1 gegen den SC Freiburg, das sehr ernüchternd war. Es war das vierte sieglose Heimspiel in Folge und Borussia ging mit dieser Erfahrung in die Länderspielpause. Nach der passierte das 1:3 bei Fortuna Düsseldorf, kurz darauf verkündete Manager Max Eberl den Trainerwechsel von Dieter Hecking zu Marco Rose im Sommer.

Doch Borussia hatte an 15. März auch schon einigen Grund zum Jubeln. 1997 gab es am 15. März einen 2:1-Derbysieg gegen den 1. FC Köln. Peter Wynhoff, der Gladbacher Köln-Experte, sorgte für das Siegtor nach den Elfmetertreffern von Toni Polster und Ioan Lupescu. Der letzte Sieg bei Borussia Dortmund gelang ebenfalls an diesem Datum, vor fünf Jahren schossen Raffael und Max Kruse 2014 die 2:0-Führung heraus, es reichte am Ende zum 2:1-Erfolg. 2015 war Patrick Herrmann der Held des Tages, als Gladbach wegen seines Doppelpacks 2:0 gegen Hannover 96 siegte.

Den größten Erfolg an einem 15. März gab es 1978. Borussia gewann das Viertelfinal-Rückspiel des Landesmeister-Wettbewerbs gegen Wacker Innsbruck 2:0 und drehte damit das 1:3 aus dem Hinspiel. Der Lohn war der Einzug in das Halbfinale – in dem der FC Liverpool wie üblich in jenen Jahren Endstation war. Doch der 15. März vor 42 Jahren war ein guter Tag für Gladbach. In der Gegenwart hatte Borussia am 15. März wegen Corona spielfrei. Ob das gut oder schlecht war, lässt die Klubgeschichte offen, es ist, schaut man auf die sportliche Bilanz, ein regelrechtes Achterbahn-Datum.