Borussia Mönchengladbach: Borussia-Park ist in der Saison 2017/2018 laut Polizei sicherer geworden

Weniger Polizei-Ermittlungen : Borussia-Heimspiele sind sicherer geworden

Die gerade beendete Bundesliga-Saison ist aus Sicht der Mönchengladbacher Polizei erfreulich ruhig verlaufen. Die Zahl der Ermittlungen ist deutlich gesunken. Das gilt nicht für alle Bundesliga-Standorte in NRW.

862.201 Fans kamen in der abgelaufenen Saison zu den 17 Gladbacher Bundesliga-Heimspielen – und der allergrößte Teil der Fans hat sich einwandfrei benommen. „Die Zahl der Ermittlungsverfahren liegt im unteren dreistelligen Bereich“, teilt die Mönchengladbacher Polizei mit und zieht die erfreuliche Bilanz: „Die Zahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent gesunken.“

Gleichzeitig blieb die Zahl der Spiele mit erhöhtem Risiko konstant: Betroffen war in den vergangenen Jahren nur das Derby gegen den 1. FC Köln. Ob es nach dem Kölner Bundesliga-Abstieg auch in der kommenden Saison ein Hochrisikospiel geben wird – beispielsweise gegen die aufgestiegene Düsseldorfer Fortuna – ist indes noch offen. „Die Lage für jedes Spiel wird zu Beginn einer neuen Saison neu beurteilt und entsprechend bewertet“, heißt es von der Gladbacher Einsatzleitung.

Statistisch nicht erfasst wurden mutmaßliche Vorfälle auf den Anreisewegen zum Stadion. Zu größeren Ausschreitungen im Borussia-Park selbst kam es demnach nicht, auch die Zahl der verletzten Fans durch Auseinandersetzungen oder Pyrotechnik waren laut Polizei in der Saison 2017/2018 Fehlanzeige. Entsprechend zieht man ein positives Fazit: „Die Sicherheitslage war aus unserer Sicht gut. Die Polizei war stets der Lage angepasst aufgestellt.“

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch die Polizei in Gelsenkirchen. Sie bilanziert für die Heimspiele des FC Schalke 04 einen Rückgang der Ermittlungsverfahren um rund elf Prozent. Waren es in der Saison 2016/2017 noch 471 Verfahren, gab es in der gerade beendeten Spielzeit noch in 420 Fällen Ermittlungen. Auch die Zahl der Verletzten ging von 15 auf sechs Personen zurück, die Zahl der Bundesliga-Risikospiele blieb dabei konstant bei drei Spielen.

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Zu Problemen in besonderem Maße kam es in Gelsenkirchen jedoch beim Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt. „Dabei lieferten sich gewaltbereite Anhänger beider Vereine nach Spielschluss auf der Gegengerade der Veltins-Arena eine gewalttätige Auseinandersetzung. Darüber hinaus verlagerten sich weitere Versuche des Aufeinandertreffens in den Außenbereich der Arena und auf die umliegenden Parkplätze“, schildert ein Polizei-Sprecher. Rund 20 Anzeigen und acht verletzte Fans bilanzierten die Einsatzkräfte zu diesem Vorfall.

Der Einsatzleiter der Dortmunder Polizei, Ed Freyhoff, bilanzierte zu den Bundesliga-Heimspielen des BVB: „Die Sicherheitslage am Bundesligastandort Dortmund befand und befindet sich konstant auf einem hohen Niveau.“ Die Zahl der Risikospiele in der Bundesliga stieg von drei auf fünf an: Neben dem Derby gegen Schalke, dem Duell mit Bayern München und gegen Eintracht Frankfurt, zählten 2017/2018 auch die Gastspiele der Aufsteiger Hannover 96 und VfB Stuttgart als Spiele mit hohem Sicherheitsfaktor. Konkrete Einsatz-Zahlen zur abgelaufenen Saison wertet die Behörde zurzeit noch aus, in der Saison 2016/2017 wurden 548 Verfahren eingeleitet und 29 Fans verletzt.

Auch in Köln läuft die statistische Auswertung der Heimspiele des 1. FC Köln und von Bayer Leverkusen zur vergangenen Saison noch. 2016/2017 gab es an beiden Standorten zusammen insgesamt 342 Strafverfahren.

(cbo)