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Borussia Mönchengladbach besiegt gegen den FSV Mainz 05 den inneren Schweinehund

Wichtiges 3:2 bei Mainz 05 : Borussia besiegt den inneren Schweinehund

Trainer Marco Rose rotierte, Borussia machte sich das Leben schwer. Dann kamen die Eckpfeiler von der Bank und der Sieg. Dieser ist enorm wichtig für die Borussen, meint unser Autor.

Marco Rose ballte die Hand zur Faust, als der 3:2-Sieg seiner Mannschaft beim FSV Mainz 05 feststand, und schrie: „Wichtig!“ Die Reaktion des Trainers belegte, dass es bei seinem Ex-Verein um viel ging für die Borussen. Was wäre es geworden, wenn Champions League-Teilnehmer Gladbach beim punktlosen Letzten verloren hätte, was hätte das vor den großen zwei Wochen, die nun kommen mit den Bundesliga-Topspielen gegen RB Leipzig und bei Bayer Leverkusen sowie den Champions-League-Spielen gegen Real Madrid und bei Schachtar Donezk mit seinem Team gemacht? Es hätte eine ungemütliche Unruhe gegeben, und genau die kann in einer solchen Saisonphase niemand gebrauchen.

Gerne hätten die Gladbacher sicherlich spielerisch mehr geboten, doch so weit ist die Mannschaft im Moment noch nicht, zumal, wenn einige Eckpfeiler des Teams erstmal draußen bleiben wie jetzt, als Rose umfangreich rotierte. Dass nicht alles rund lief, dass Mainz zu sehr eingeladen wurde, das Spiel spannend zu machen, darf indes nicht außer Acht gelassen.

Dass ausgerechnet Abwehrchef Matthias Ginter für den Sieg sorgte, verwundert nicht. Zum einen passte ein Tor nach einem Standard zu diesem Spiel, zum anderen war es Ginter, den die verschenkten Punkte zuletzt doch spürbar geärgert hatten – das war nun seine Reaktion. Ginter geht voran, wie es auch Hofmann tut, der erneut vom Elfmeterpunkt traf. Die beiden Nationalspieler positionieren sich immer nachhaltiger in der Teamhierarchie. werden.

Borussia hat nun acht Punkte und damit ist der Start nach fünf Spielen in der Liga in Ordnung, sie ist tabellarisch wieder in den Gefilden, die es sein sollen. Der Druck vor den kommenden Spielen ist damit deutlich erträglicher. Und dieses Mal haben die Borussen bewiesen, dass sie auch späte Tore können, haben also die Negativ-Erfahrungen der letzten beiden Spiele umgedreht.

Es mag sein, dass der Sieg in Mainz unscheinbar wirkt, weil ihm der große Glanz fehlt. Und auch, dass es einige Luft nach oben gab. Doch er kann enorm wichtig sein für die Gladbacher und ihr mentales Befinden. Rose weiß das. Das zeigt allein sein erleichterter Jubel nach dem Schlusspfiff.

Auf gewisse Weise haben die Borussen auch den inneren Schweinehund besiegt, indem sie dieses unangenehme Spiel nach hinten raus nochmal angenommen und gedreht haben. Der Erfolg war Schwerstarbeit, doch er kann dafür sorgen, dass nun vieles leichter fällt.