Borussia Mönchengladbach: Bei Marcus Thurams Tor flippt Christian Strassburger aus

„Fußball, du geiles Stück“ : Borussia-Kommentator flippt nach Thurams Tor aus

Marcus Thuram erzielt in letzter Sekunde das 2:1 für Borussia gegen AS Rom und löst eine Jubel-Ekstase aus. Christian Straßburger, Kommentator im FohlenRadio, lässt seinen Emotionen ebenfalls freien Lauf.

Langer Ball Denis Zakaria, Kopfball Alassane Plea, Kopfball Marcus Thuram, Tor. Das sind die Aspekte des Moments, der den Borussia-Park am Donnerstagabend zum Beben brachte. In der 95. Minute der Europa-League-Partie gegen die AS Rom fiel auf diese Weise das 2:1 für die Gladbacher. Ein Augenblick, der bei jedem, dessen Herz für die Fohlenelf schlägt, für einen emotionalen Ausbruch sorgte. Der Jubel im Borussia-Park kannte kein Halten mehr – und exemplarisch dafür war Gladbachs FohlenRadio-Kommentator Christian Straßburger.

„Zakaria flankt ihn rein“, startet er mit noch verhaltener Stimme. „Hinten gut verlängert, Thuram“, wird er lauter. Eugen Polanski, sein Co-Kommentator an diesem Tag, nimmt es aber als Erster war: „Tooooooooooor!“ Während Borussias Nachwuchscoach nach ein paar Sekunden nicht mehr zu hören ist, flippt Straßburger vollkommen aus. „In der letzten Sekunde Thuram. Ist das zu fassen. Ich werd’ bekloppt. 2:1, 95., Marcus Thuram. Unfassbar. Fußball, du geiles Stück“, schreit er.

Auch am Morgen danach war Straßburger die grenzenlose Begeisterung über das, was am Donnerstagabend im Borussia-Park geschehen war, anzumerken. „Ich bin in den drei Jahren, in denen ich das schon mache, schon das ein oder andere Mal an die Decke gegangen, aber das war noch mal eine ganz andere Sphäre“, sagt der Gladbach-Kommentator im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich dachte, ich wäre da schon abgeklärter – aber Pustekuchen. Vielleicht geht meine Art manchen auf den Sack, aber wenn man den gesamten Rahmen sieht, Abendspiel, Flutlicht, AS Rom, der Borussia-Park explodiert – da kann ich mich nicht halten. Da weiß ich nicht, was ich mache. Eugen und ich lagen uns in den Armen.“

Auch nach dem Spiel waren die Emotionen beim FohlenRadio-Duo Straßburger/Polanski noch riesig. „Ich war danach echt ruhig und habe mir angeschaut und angehört, was im Stadion so passiert. Dann habe ich Eugen gesagt, er soll mich mal bitte in den Arm nehmen, was er dann auch getan hat“, sagt „Strassi“.

Die Borussen posteten seinen Tor-Ausraster bei Twitter und boten es dem Radiosender „1LIVE“ für ihre O-Ton-Charts an. Dort sind die Borussen seit langer Zeit mit dem Beitrag eines Fans unter der Überschrift „Eskalation im Stadion“ vertreten. Der „Olééé, Olééé“-Borusse ist im Radio bereits Kult. Seinen verlorenen Platz an der Spitze hat er sich vor Kurzen zurückgeholt. Mit seinem Torschrei gegen Rom könnte Straßburger ihm nun ernsthaft Konkurrenz machen.

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