Borussia Mönchengladbach: Bei Malang Sarr muss Max Eberl Geduld haben

Verzögerungen bei Sarr-Poker : Macht ein englischer Millardär Borussia Probleme?

Die Borussen sind an einer Verpflichtung von Malang Sarr interessiert. Die Verhandlungen erschwert jedoch, dass dessen aktueller Klub OGC Nizza gerade vor einer Umstrukturierung steht. Ein neuer Besitzer kauft sich bald wohl ein.

Im Sommer 2018 verpflichtete Sportdirektor Max Eberl für 23 Millionen Euro Alassane Plea von OGC Nizza. Auch in diesem Jahr will sich Borussia mit einem Spieler aus dem Kader der Süd-Franzosen verstärken. Malang Sarr, ein Innenverteidiger, der auch auf der linken Seite eingesetzt werden kann, ist diesmal das Objekt der Begierde. Der französische U21-Nationalspieler wird nicht ganz so teuer sein wie Plea, er hat einen Marktwert von 18 Millionen Euro. Bis zu 20 Millionen Euro könnten für Sarr fällig werden. Doch bevor die Verantwortlichen in Nizza diesen möglichen Transfer mit Eberl zu Ende verhandeln können, müssen sie erst die Entwicklungen im eigenen Klub abwarten – und das beschert auch Borussia etwas mehr Wartezeit.

Die Entscheidung, ob Sarr an den Niederrhein wechselt, verzögert sich, weil sich die Besitzverhältnisse beim französischen Erstligisten gerade verändern. Der englische Milliardär Jim Ratcliffe steht kurz davor, sich für 100 Millionen Euro die Besitzrechte am OGC zu kaufen. Der Fan von Manchester United wird also bald wohl derjenige sein, der auch darüber entscheiden wird, ob Sarr zu Borussia wechseln darf.

Sportlich wird Nizza, auch mit Ratcliffe als neuem Besitzer, kein Interesse daran haben, den 20-Jährigen abzugeben. Sarr stand in der vergangenen Saison in 34 von 38 Ligue-A-Spielen in der Startelf, 31-mal spielte er durch. Er gehört also zum Stammpersonal und ist dazu einer der Fan-Lieblinge an der Coté d’Azur. Einer der Spieler, die ein Klub eher unbedingt halten möchte als sie abzugeben.

Aber Sarr möchte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen, und Borussia hat er dabei als eine geeignete Adresse auserkoren. Gerade durch die Verpflichtung von Marco Rose als neuem Trainer ist der deutsche Klub für ihn interessanter geworden. Die Gladbacher sind jedoch nicht die einzigen Kandidaten, RB Leipzig könnte Borussia noch dazwischenfunken. Oder eben Ratcliffe, der Milliardär aus England.

Noch besteht für Borussia aber kein zeitlicher Druck, sie kann der ganzen Thematik gelassen begegnen. Da Sarr mit der französischen U21 bei der EM im Halbfinale spielte, hat er nun ein paar Wochen Urlaub. Frühestens zum Trainingslager am Tegernsee (14. bis 21. Juli) könnte er im Falle eines Wechsels bei Borussia einsteigen.

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