1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Aus Italien kommen die Europapokal-Gegner besonders oft

Immer wieder Italien : Aus keinem anderen Land kamen mehr Borussia-Gegner

AS Rom, AC Florenz, Juventus Turin, Lazio Rom – in den vergangenen Jahren bekamen es die Gladbacher im Europapokal häufig mit italienischen Mannschaften zu tun. Aus keinem anderen Land kamen bislang mehr Borussen-Gegner auf europäischer Bühne als aus Italien.

So war es auch nicht überraschend, als den Borussen vor drei Wochen Inter Mailand in der Champions League zugelost wurde. 18-mal trafen die Fohlen bislang auf italienische Mannschaften. Viermal bekamen sie es dabei schon mit ihrem kommenden Gegner zu tun, nur ein einziges Mal wurde Inter besiegt – wenn man vom annullierten „Büchsenwurf“-Spiel mit dem 7:1-Sieg 1971 absieht. Acht Jahre später gab es in der zweiten UEFA-Cup-Runde einen 3:2-Sieg nach Verlängerung, nachdem man sich im Hinspiel 1:1 getrennt hatte.

Sechs Siege holten die Borussen aus den 18 Partien gegen Italiener, vier Spiele gingen verloren. Neben dem Last-Minute-Heimsieg gegen die AS Rom (2:1) und die Regenschlacht beim 1:1 im Olympiastadion in Rom in der vergangenen Saison dürfte den Borussia-Anhängern die „magische Nacht von Florenz“ präsent sein. Lars Stindl drehte den frühen 0:2-Rückstand mit drei Treffern im Alleingang, Andreas Christensen machte mit seinem Tor zum 4:2-Endstand den Einzug ins Achtelfinale der Europa League perfekt. Was die meisten Duelle mit italienischen Klubs gemeinsam haben: Im Anschluss hatten die Borussen immer etwas zu erzählen.

Nach Italien ist Spanien (16 Spiele) das Land, in dem bislang die meisten Gegner beheimatet waren. Mit Real Madrid wird es in dieser Saison das fünfte und sechste Aufeinandertreffen geben. An das letzte Spiel gegen Real haben die Gladbacher allerdings gar keine guten Erinnerungen, auch wenn es schon 35 Jahre zurückliegt. Nach dem 5:1-Heimsieg verloren die Borussen das Rückspiel im Achtelfinale des UEFA-Cups im Bernabéu 1985 kläglich mit 0:4.

Auf Spanien folgen England (15), Schottland (14), Österreich (12) und die Niederlande (10). Je sechsmal kamen Gladbachs Gegner aus Frankreich, Polen, der Schweiz, Zypern und Serbien. Doch es geht auch durchaus etwas exotischer: Einmal in ihrer Klub-Historie reisten die Borussia sogar nach Island. Das war in der Saison 1973/74, damals noch im Wettbewerb Europapokal der Pokalsieger. Gegner war der IBV Vestmannaeyjar, der heute in der Zweiten isländischen Liga spielt.

Das Hinspiel musste in der Hauptstadt Reykjavík ausgetragen werden, weil der eigentliche Platz des Vereins durch einen Vulkanausbruch einige Monate zuvor stark verwüstet worden war. Die Partie ging mit 7:0 klar an die Borussen, Jupp Heynckes erzielte an diesem Tag drei Tore. Zum Rückspiel am 3. Oktober 1973 kamen dann nur rund 4800 Zuschauer auf den Bökelberg. Immerhin bekamen sie viele Tore zu sehen: 9:1 siegten die Gladbacher.

Borussia schaffte es im Laufe des Wettbewerbs bis ins Halbfinale und scheiterte da – wie sollte es anders sein – an einer italienischen Mannschaft, dem AC Mailand.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Alle Borussia-Duelle mit italienischen Teams