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Borussia Mönchengladbach: Auch Justin Steinkötter verlässt die U23

Kaderplanung geht weiter : Borussias U23 verliert in Lippstadt und Steinkötter an Saarbrücken

Während sich die Saison in der Regionalliga West dem Ende nähert, gibt es immer mehr Personalmeldungen aus Borussias U23. Ein weiterer Leistungsträger geht - Justin Steinkötter zieht es in die Dritte Liga.

Der fünfte Sieg in Folge blieb Borussias U23 am Mittwochabend im Nachholspiel beim SV Lippstadt in der Regionalliga West verwehrt. Immerhin sah es bis zur 89. Minute nach einem 0:0 aus, doch dann war die Defensive des VfL einmal unaufmerksam, was Gerrit Kaiser zum Siegtreffer des Gastgebers nutzte.

Ein 1:0, das sogar von 350 Fans bejubelt wurde. „Da haben wir einmal nicht aufgepasst, nachdem wir vorher nur nach Standards etwas zugelassen hatten, wenn überhaupt. Aber es bleibt dabei, dass wir zu viel Aufwand betreiben müssen, um selbst ein Tor zu schießen“, erklärte Borussias Coach Heiko Vogel. „Das war ärgerlich, aber es war dennoch schön, wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen.“ Die niedrigen Inzidenzzahlen vor Ort machten das möglich, was hoffentlich bald flächendeckend wieder zu erleben sein wird.

In der Tat war Borussia das überwiegend bestimmende Team gewesen und hatte sich immerhin zwei dicke Möglichkeiten erspielt. Vor der Pause ließ Justin Steinkötter, eingesetzt von Conor Noß, die Möglichkeit verstreichen, nach dem Wechsel brachte dann Steinkötter den Ball zu Julian Niehues, der frei an Lippstadts Schlussmann Christopher Balkenhoff scheiterte. „Wenn der Gegner im Abstiegskampf wirklich mehr Einsatz an den Tag legt, und da war Lippstadt absolut überzeugend, dann erwarte ich von meiner Mannschaft, dass sie ihre vorhandene Qualität besser ausspielt“, fügte Vogel an.

In Sachen Qualität wartet am Samstag (14 Uhr) daheim ein anderes Kaliber auf Borussia. „Preußen Münster ist für mich die Mannschaft des Jahres 2021, hatte bis zum vorigen Wochenende kein Spiel verloren. Und wenn man dann sieht, wie souverän sie am Mittwoch den SC Verl als Drittligisten aus dem Westfalen-Pokal werfen, ist das schon sehr überzeugend. Aktuell sehe ich sie auf einer Stufe mit Essen und Dortmund, da sind gestandene Profis im Kader“, betont der Trainer. Personell hat sich in der vergangenen Woche bei der U23 nichts verändert – weder im Positiven noch im Negativen.

Die Kaderplanung des VfL hat derweil noch einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. In Phil Kemper kommt ein Linksverteidiger aus der A-Jugend von Bayer 04 Leverkusen, er war Stammspieler und sammelte Erfahrung in der Uefa Youth League. Außerdem kommt in Lamin Touray ein flexibler Mittelfeldspieler von Viktoria Köln, der gerne als klassischer Zehner fungiert und bei Borussia Dortmund ausgebildet wurde. Gewesen sein soll es das jedoch noch nicht.

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Dafür verlassen einige Leistungsträger die Mannschaft. In Thomas Kraus und Markus Pazurek gehen die beiden ältesten Spieler im Kader. Marcel Benger, mit knapp 23 Jahren in der Alters-Rangliste ebenfalls weiter vorne platziert, zieht es zu Holstein Kiel - womöglich in die Bundesliga. Am Donnerstag gab Borussia schließlich bekannt, dass auch Steinkötter den Verein verlässt. Er wechselt nach dreieinhalb Jahren in Gladbach zum 1. FC Saarbrücken in die Dritte Liga. Der Angreifer traf bislang 23-mal in 87 Einsätzen für die U23 in der Regionalliga.

Borussia U23: Kersken – Mayer, Lieder, Pazurek – Kurt, Benger (85. Lockl), Niehues, Scally – Quizera (78. Italiano), Steinkötter (71. Schroers), Noß. Tor: 1:0 Kaiser (89.). Zuschauer: 350.