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Borussia Mönchengladbach: Auch das Spiel in Berlin dürfte für Raffael zu früh kommen

Borussias Trainingsauftakt am Dienstag : Raffael läuft nur - Stindl muss sich noch gedulden

Raffael ist noch nicht wieder im Mannschaftstraining der Borussia. Lars Stindl ist dabei, muss sich trotzdem wohl noch gedulden. Michael Lang könnte ein Kader-Kandidat für das Spiel in Berlin sein.

Raffael machte früher Schluss als der Rest. Der „Maestro“ lächelte, aber doch etwas gequält. „Es geht schon besser“, ließ er wissen. Aber ob die Wadenprobleme, die ihm immer noch zu schaffen machen, bis Samstag vollständig verschwunden sind und der 33-Jährige risikofrei spielen kann, ist offen. Er würde gern in Berlin dabei sein, man muss aber annehmen, dass es noch nicht reichen wird für das Spiel gegen seinen Ex-Verein Hertha BSC. Schon die Partie gegen seinen anderen Ex-Verein, Schalke 04 (2:1) am Samstag, hatte er verpasst.

Während Raffael einsam seine Runden drehte, war der Trainingsplatz sehr gut gefüllt. Nur Josip Drmic (Rückenprobleme) und Nico Elvedi, der individuell im Kraftraum arbeitete, fehlten. Auch Kapitän Lars Stindl mischt wieder mit. Der eine oder andere spekuliert schon, dass er am Samstag erstmals seit seiner Verletzung Ende April auf Schalke wieder zum Kader gehören könnte. Doch ist das wohl eine zu forsche Idee, Stindl muss sich wohl noch gedulden. Denn noch trainiert Stindl reduziert.

Das aber mit Spaß. Und dass er trotz der zweiten Syndesmosebandverletzung seiner Karriere vor dem Tor nichts verlernt hat, war im Training zu sehen. Dieter Hecking ließ den Spielaufbau von hinten raus und dann über die Flügel trainieren, Stindl gehörte zu denen, die die Hereingaben in der Mitte verwerten sollten. Das tat er das eine oder andere Mal mit Erfolg, wenn er den Ball mit Nachdruck ins Netz knallte. Zu den Flankengebern gehörte auch Keanan Bennetts, der seit seiner Woche wieder ins Teamtraining integriert wird. Zuvor hatte er aus Gründen der Belastungssteuerung nicht mitgemacht.

Michael Lang, der Neue aus der Schweiz, ist auch seit der vergangenen Woche im Training. Er könnte für Samstag mindestens ein Kader-Kandidat sein. „Ob es so ist, kann ich natürlich nicht sagen. Ich trainiere mit, alles andere entscheidet der Trainer“, sagte Lang, der wie seine Kollegen nach der Einheit fleißig Autogramme schrieb.

Yann Sommer, der beim 2:1 gegen Schalke so stark gehalten hatte, trainierte am Dienstag mit der neuerdings in die Gladbacher Torwarttrainingsmethodik eingeführten stroboskopischen Brille. Diese beeinträchtigt das Sichtfeld und soll die Reaktionszeit sowie die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Sommer scheint es zumindest nicht zu schaden, wie unter anderem sein Reflex beim Kopfball des Schalkers Salif Sané gezeigt hat.

Vier weitere Übungseinheiten sind geplant, bevor die Borussen am Freitagnachmittag nach Berlin reisen. Am Dienstagnachmittag (15.30 Uhr) trainieren Gladbacher erneut. Auch am Mittwoch (10 Uhr), Donnerstag (15.30 Uhr) und Freitag (12.30 Uhr) wird trainiert.

(kk)