Borussia Mönchengladbach: Arie van Lent verzweifelt gegen Sportfreunde Lotte am Chancenwucher

U23 verliert 2:4 in Lotte : Van Lent verzweifelt an Borussias Chancenwucher

Beim 2:4 in Lotte vergab Borussias U23 reihenweise Großchancen und wurde dafür bestraft. Mamadou Doucouré kam eine Stunde zum Einsatz.

Am Ende war es ein ärgerlicher Nachmittag für Borussias U23-Trainer Arie van Lent. Und das nicht etwa, weil sein Team bei den Sportfreunden Lotte schlecht gespielt hatte, sondern weil das Team sich durch das aberwitzige Auslassen von Chancen, vor allem im ersten Durchgang, selbst um die Gewinnmöglichkeit gebracht hatte. Am Ende stand es 2:4 aus Sicht der Gladbacher. „Und dabei hätten wir den Platz ganz klar als Sieger verlassen müssen“, betonte van Lent.

In der Tat hätte sein Team mit einem 2:0 oder 3:0, ja sogar mit einem 4:0 in die Pause gehen können. Schon ganz früh im Spiel waren Markus Pazurek, Babis Makridis und Marcel Benger gescheitert, gegen Ende der ersten Hälfte reichte auch eine Dreifach-Chance durch Justin Steinkötter, Thomas Kraus und Makridis nicht aus, um endlich in Führung zu gehen. „Komischerweise gelang dies dann kurz vor der Pause durch ein Eigentor. Klar, dass das hoch verdient war“, sagte van Lent zum Führungstor durch Lottes Kevin Freiberger nach einer Ecke.

„Dann jedoch hatten wir ein paar Minuten nach der Pause, wo wir nicht wach waren“, schilderte der Coach. Fünf Minuten nach dem Wechsel traf Freiberger dann auch auf der richtigen Seite, als er nach einem Lattentreffer nach einer Ecke schneller reagierte als die gesamte Borussen-Abwehr. Schnell waren die Gladbacher dann aber wieder im Spiel, drei Großchancen durch Marco Cirillo, Steinkötter und Kraus folgten, doch das Tor machten wieder die Gastgeber. Erhan Yilmaz war erheblich effektiver als die Borussen.

Durch einen Freistoß von Marcel Benger kam die U23 in der 68. Minute noch einmal zum Ausgleich, als dieser vom rechten Strafraumeck direkt verwandelte und Lottes Keeper düpierte. Das hatte jedoch kaum mehr als 60 Sekunden Bestand. Nach einer Hereingabe klärte Justin Hoffmanns den Ball unglücklich mit der Hacke direkt zu Marcel Sobotta, der keine Mühe hatte. Das 4:2 fiel dann nach einem Elfmeter von Timo Brauer, nachdem Noah Holtschoppen gefoult haben sollte. „Das war nun wirklich kein Elfmeter, das sah auch mein Kollege Ismail Atalan so. Natürlich müssen wir Dinge ansprechen, aber sicherlich werde ich das Spiel nicht schlecht reden“, resümierte der van Lent.

Wie geplant kam Profi-Verteidiger Mamadou Doucouré für gut eine Stunde zum Einsatz. „Vor der Pause hat er gar keinen Fehler gemacht, dann konnte er die beiden ersten Gegentreffer auch nicht verhindern. Von ihm kann man aber auch noch nicht erwarten, dass gerade er sich dann nicht anstecken lässt“, erklärte van Lent.

Borussia U23: Olschowsky - Hoffmanns, Doucouré (64. Holtschoppen), Lieder, Pazurek – Benger – Herzog, Cirillo (70. Dreßen) – Kraus,  Steinkötter (70. Theoharous), Makridis.
Tore: 0:1 Freiberger (45., Eigentor), 1:1 Freiberger (50.), 2:1 Yilmaz (61.), 2:2 Benger (68.), 3:2 Sobotta (70.), 4:2 Brauer (83. FE). Zuschauer: 1043.

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