Borussia Mönchengladbach: Andreas Bluhm hat nun verschiedene Optionen

Reha-Trainer verlässt Borussia: Andreas Bluhm hat nun verschiedene Optionen

Rehatrainer Andreas Bluhm hört nach elf Jahren bei Borussia auf. Auch Teamarzt Stefan Porten scheidet aus dem Team aus.

Andreas Bluhm hatte sich früh entschieden, schon Anfang des Jahres. Da teilte er Borussia mit, dass er nach der Saison, die gerade zu Ende gegangen ist, etwas anderes machen will. Am Donnerstag nun war sein letzter Arbeitstag. Und der Tag, an dem der Klub offiziell machte, dass der 44-Jährige "uns nach elf Jahre im Trainer- beziehungsweise Physioteam auf eigenen Wunsch verlässt", wie Manager Max Eberl auf der Internetseite des Klubs zitiert wird. "Wir respektieren seinen Wunsch nach beruflicher Veränderung", heißt es weiter.

Bluhm kam 1992 von der U 19 des SC Freiburg nach Gladbach, später spielte er noch bei Alemannia Aachen, dem FC Augsburg und den Football Kingz in Neusseeland. 2007 kam er als Physiotherapeut zurück nach Gladbach, seit 2015 war er dann Rehatrainer. Als solcher war er eng verbunden mit den Spielern, die er betreute. Als Ex-Profi weiß Bluhm, wie Spieler ticken.

"Alles Gute Bloomi, du bist ein Hammer-Typ", postete gestern der frühere Borusse Granit Xhaka bei Instagram. "Du kannst mit ihm über alles reden, und er versucht wirklich alles in seiner Macht stehende zu tun, um dir zu helfen", sagen Spieler, die Bluhm wieder heranführte nach Verletzungen.

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"Ich fühle mich dem Klub sehr verbunden, und es war ein langwieriger Prozess, bevor ich mich entschieden habe, diesen Schritt zu gehen", sagte Bluhm im Gespräch mit unserer Redaktion. Er hat für die Zukunft verschiedene Optionen. So kann er sich vorstellen, "meine Qualifikationen zu nutzen, um freiberuflich tätig zu werden". Als Physiotherapeut und Rehatrainer sowie mit einem neuropsychologischen Studium ist er breit aufgestellt. Als Quintessenz daraus könnte er künftig eine ganzheitliche Athletenbetreuung als Privattrainer anbieten - auch, aber nicht nur für Berufssportler. Interessenten gibt es. Doch Bluhm hat sich einen guten Namen gemacht in der Branche, so würde es nicht überraschen, wenn es Anfragen aus dem Profifußball gibt.

Man darf ja mal spekulieren: Der SC Freiburg ist Bluhms Heimatklub, sein früherer Mitspieler dort, Heiko Herrlich, ist nun Cheftrainer in Leverkusen - und Lucien Favre, der von Bluhms Arbeit auch viereinhalb Jahre profitierte, wird wohl schon bald offiziell als neuer Cheftrainer bei Borussia Dortmund vorgestellt. Möglich, dass da dann quasi eine Gladbach-Dependance aufmacht, schließlich ist auch Manfred Stefes, Favres damaliger Co-Trainer in Gladbach, ohne Verein. Stefes und Borussia hatten sich Anfang des Jahres getrennt.

Über die Personalie Bluhm hinaus gibt es weitere Veränderungen im Funktionsteam der Borussen. Für ihn kommt aus dem Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern Athletiktrainer Quirin Löppert (31). 2017 war schon Borussias Leiter Medizin und Prävention, Andreas Schlumberger, von den Bayern geholt worden. Stefan Porten ist derweil nicht mehr Teamarzt. "Im Ärzteteam arbeiten wir im sportmedizinischen und orthopädischen weiter mit Stefan Hertl und im internistischen Bereich weiter mit Heribert Ditzel zusammen", sagte Eberl. Es wird zudem künftig einen festangestellten Mannschaftsarzt geben, dessen Name noch nicht bekannt ist. Und die Physiotherapeuten bekommen einen neuen leitenden Verantwortlichen.

(kk)