Borussia Mönchengladbach: Alvaro Dominguez' Gelbe Karte war "Orange"

Borussia Mönchengladbach: Dominguez: "Es war eine Orange Karte"

Hat er nun Glück gehabt, nach dem Foul an Alvaro Morata nicht vom Platz geflogen zu sein? Oder passte es mit der Gelben Karte, die ihm der schottische Schiedsrichter Craig Thomson trotz aller anderslautenden Forderungen seitens Juventus Turin zeigte? Alvaro Dominguez lächelte. Und antwortete salomonisch.

"Es war eine Orange Karte, aber die gibt es ja nicht, sondern nur Rot und Gelb. Er hat Gelb gegeben", sagte Borussias spanische Verteidiger. Und da es nun mal der Gelbe Karton war, den der Unparteiische zückte, war die Szene kurz vor der Halbzeit, in der er rabiat eine gute Torchance der Italiener verhinderte, eben eine Tatsachenentscheidung, die zu Gunsten Borussias ausfiel.

So war Dominguez an einem der der größten Aufreger dieses torlosen Champions-League-Spiels beteiligt, doch letztlich gab es dabei viel Lärm um Nichts. Der Spanier, der mit einer seltsamen Rückgabe am vergangenen Samstag in Frankfurt (5:1) den Elfmeter der Eintracht heraufbeschworen hatte, verteidigte wie alle seine Kollegen sehr konzentriert und trug somit zum historischen ersten Punktgewinn der Gladbacher in der europäischen Meisterliga bei. "Es ist nicht leicht, aus Turin etwas mitzubringen. Wir haben gut verteidigt, deswegen haben wir einen Punkt geholt", sagte Dominguez.

Dass es in der Vorwärtsbewegung recht unproduktiv von Statten ging an diesem Abend im Piemont, habe an der taktischen Qualität des Gegners gelegen, befand Dominguez. "Und wenn man so viel verteidigen muss wie wir heute, ist es schwer nach vorn zu laufen", sagte er. Der Fokus lag an diesem Abend auf der cleveren Torverhinderung – "das haben wir sehr gut gemacht". Zwar war die Abschlussquote der Turiner turmhoch, doch nur zwei Bälle flogen wirklich auf das Tor von Yann Sommer- beide Schüsse von Paul Pogba parierte der Schweizer, der erneut mit seiner Gesichtsmaske spielte, indes gekonnt.

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Seit er nach seiner Rückenverletzung zurückgekehrt ist, ist der Erfolg wieder da. Dominguez mag das nicht mit seiner Person in Verbindung bringen, doch ist er in Abwesenheit von Martin Stranzl zum neuen Abwehrchef avanciert. Neben ihm hat sich der junge Andreas Christensen prächtig entwickelt, auch in Turin machte der 19-jährige Däne ein starkes Spiel. "Wir verstehen uns gut. Aber es liegt nicht nur an uns Verteidigern, wenn wir gut stehen, die Stürmer machen auch einen guten Job und helfen und viel. Wir haben wieder Stabilität in der Mannschaft", sagte der Spanier.

Mit dem Punkt in Turin haben die Borussen weiter die Chance, im Europapokal zu überwintern. "Wir haben jetzt zwei Heimspiele gegen Turin und Sevilla, da müssen wir etwas machen, klar", hat Dominguez keineswegs alle internationalen Ambitionen abgeschrieben, nachdem die ersten beiden Champions-League--Spiele in Sevilla und gegen Manchester verloren gegangen waren.

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(kk)