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Borussia Mönchengladbach: Alassane Plea und Denis Zakaria machen Hoffnung

Borussias Verletztenliste : Plea wieder dabei – es ist gut, wenn Pläne aufgehen

Alassane Plea ist nun im Trainingslager angekommen. Das war auch das Ziel der Borussen. Denis Zakaria ist teilweise wieder im Teamtraining dabei, die Hoffnungen steigen also, dass Marco Rose beim Saisonstart auf ihn zurückgreifen kann.

Es war, als wäre nichts gewesen: In leicht gebückter Haltung stand Denis Zakaria da, hatte den Ball im Blick, den Körper in Spannung, so kennt man Borussias Wucht im defensiven Mittelfeld. Zuletzt war der Schweizer in Aktion zu besichtigen beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund (1:2), Gladbachs bislang letztem Spiel mit Zuschauern. Das war am 7. März. Gegen den BVB verletzte sich Zakaria, er wurde später operiert und war seither in der Reha. Im Trainingslager, so lautete der Plan, wollte er wieder schrittweise einsteigen ins Teamtraining. Das ist gelungen. Donnerstag mischte Zakaria mit. Und auch am Freitag, als das Spiel in die Tiefe ausführlich geübt wurde. Zakarias Pässe waren schon wieder messerscharf.

Es wird noch dauern, bis alles wieder normal ist bei ihm, bis er wieder mit seinen tentakelartigen Beinen Bälle erobert oder Räume zuläuft, bis er wieder mit raumgreifenden Schritten durch das Mittelfeld stürmt, bis er wieder das Kraftwerk der Borussen sein kann. Aber: Der erste, wichtige Schritt ist gemacht. Es ist immer gut, wenn Pläne aufgehen. Das zeigt, dass Dinge in die richtige Richtung laufen. Zakarias Lächeln in diesen Tagen belegt, dass Marco Roses Ansage, er wolle seine Sorgenkinder Zakaria, Marcus Thuram, Alassane Plea und Laszlo Bénes bis zum Saisonstart in Dortmund wieder als Option dabei haben, nicht nur ein frommer Wunsch sein muss, zumindest nicht bei Zakaria.

Wichtig ist nun, geduldig weiterzumachen, um das bislang Erarbeitete nicht zu gefährden. So gehen die Borussen auch bei Thuram vor. Auch er lächelt viel in den Tagen in Ostwestfalen, das heißt: Er fühlt sich den Umständen entsprechend gut. Lauftraining, ab und an ein paar Ballkontakte, Radfahren am Rande des Trainingsplatzes, Ruhephasen – Genesung will Weile haben. Bénes ist ebenfalls noch individuell unterwegs, auch da ist Geduld gefragt. Gleiches gilt für Plea. Borussias Torjäger hat muskuläre Probleme und wurde zuletzt in Gladbach behandelt. Am Donnerstagnachmittag ist aber auch er in der Klosterpforte eingetroffen, dem Plan entsprechend.

Für den Moment ging es für alle Angeschlagenen darum, beim Team zu sein. „Wir wollen alle so nah wie möglich an der Mannschaft dran haben. Es gibt ja auch viele Sitzungen, wo es um die Art des Spiels geht, darum, was wir machen wollen und wie wir es machen wollen. Es geht darum, die Geschlossenheit als Gruppe zu haben. Und dazu gehören die Verletzten ebenso wie die, die jetzt um die Plätze kämpfen. Es ist ja nicht mehr so, dass es im Trainingslager nur um die Stammplätze geht, sondern auch um den Fußball, den man spielen will. Und gerade die Verletzten sind auch wichtige Spieler für uns“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Zakaria, Thuram und Plea spielen in den Plänen Marco Roses gewichtige Rollen, Bénes ist einer, der aus der zweiten Reihe Optionen bietet im Mittelfeld. Deswegen ist dem Trainer daran gelegen, das Quartett möglichst schnell wieder dabei zu haben. Bestenfalls im Spiel beim BVB. Alle sind auf dem richtigen Weg.

Was das erste Saisonspiel angeht, bleibt ein Tag mehr Zeit, die Kandidaten bereit zu machen für das Auftaktspiel bei Borussia Dortmund. Denn nun ist doch die Partie FC Bayern gegen Schalke das Eröffnungsspiel. Zunächst hatte die Deutsche Fußball-Liga gemeldet, wenn die Bayern im Champions-League-Finale sind, werde Dortmund gegen Gladbach die Saison eröffnen, doch das Borussen-Duell ist jetzt am 19. September um 18.30 Uhr. Borussias Pläne wird das nicht grundlegend tangieren. Und wenn weiter alles so aufgeht wie bisher, dann darf man sich auf den Auftakt und den Rest der Saison freuen.