Borussia Mönchengladbach: Alassane Plea muss eine Form wie im Hinspiel bei Werder Bremen haben

Dreierpack im Hinspiel : Borussia braucht Plea in Bremen-Form

Borussia steht gegen Bremen extrem unter Druck. Sie wollen Wiedergutmachung nach dem Fortuna-Spiel und den Anschluss auf die Champions-League-Plätze halten. Alassane Plea könnte wie im Hinspiel der X-Faktor sein.

Der Druck auf Borussia ist groß am Sonntagabend (18 Uhr) beim Spiel gegen Werder Bremen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Nach der desolaten Leistung beim Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf (1:3) fordern alle, die Verantwortlichen, die Fans, die Spieler selbst, von der Mannschaft eine Reaktion, eine Wiedergutmachung. Außerdem holten die Borussen aus den vergangenen vier Heimspielen nur einen Punkt, und das beim jüngsten Auftritt im Borussia-Park beim ebenfalls schwachen Auftritt gegen Freiburg (1:1). Die vorigen drei Partien gingen deutlich verloren (0:3 gegen Berlin und Wolfsburg, 1:5 gegen Bayern). Das Team will sich auch in diesem Punkt rehabilitieren. Und das gegen eine Mannschaft, die anders als die Gladbacher in Topform ist. Noch kein Spiel hat Bremen im Jahr 2019 verloren.

Was den Druck noch ein Stück weit erhöht, sind die Samstagsspiele in der Bundesliga. Die Borussen haben unter der Woche die Champions League als Ziel ausgegeben, doch dafür sind sie eigentlich schon zum Siegen verdammt. RB Leipzig gewann nämlich in Leverkusen mit 4:2 und Eintracht Frankfurt durch einen Treffer in der neunten Minute der Nachspielzeit 2:1 auf Schalke. Frankfurt ist aktuell auf fünf Punkte davongeeilt, Leipzig hat acht Punkte Vorsprung. Nur mit einem Sieg würden die Borussen den Anschluss halten können.

Das wird gegen die starken Bremer schwer genug, bei denen Max Kruse der Dreh- und Angelpunkt ist und sich in den vergangenen Wochen in starker Verfassung präsentiert. Um ihn werden sich die Borussen besonders Gedanken machen müssen. Doch auch die Werderaner werden in der Vorbereitung auf das Spiel einen Akteure der Gladbacher besonders im Fokus gehabt haben: Alassane Plea.

Im Hinspiel schoss Borussias Franzose sein Team mit einem Dreierpack praktisch alleine zum Sieg beim 3:1-Erfolg in Bremen. Es war bislang das einzige Spiel von Plea, der im Sommer für 23 Millionen Euro aus Nizza gekommen war, in dem er mehr als einen Treffer erzielte.

Diese Tore gegen Werder machte er von der Außenbahn kommend. Lars Stindl stürmte im Zentrum, Thorgan Hazard auf der rechten Seite. Dass dieses Trio auch im Rückspiel gegen Bremen aufläuft, ist nach den vergangenen Wochen eigentlich unwahrscheinlich, Plea dürfte in der Mitte zum Einsatz kommen. Doch wird sich Trainer Dieter Hecking auch an diesen Nachmittag im November zurückerinnern. Zumal er auch betont: „Alassane kann auch in der Mitte spielen, aber er hat deutlich bessere Spiele von links gemacht.“ Vor der Düsseldorf-Partie, bei der sich Plea nahtlos in die schwache Leistung des Teams einfügte, zeigte seine Formkurve nach oben. Gegen Freiburg traf der 26-Jährige zum elften Mal in dieser Saison. Beim Testspiel in Zwickau (3:1) erzielte er in der Länderspielpause zwei weitere Treffer.

Diesen Plea braucht Borussia wieder gegen Werder Bremen. Es wird ein Endspiel für sein Team. Sollten die Gladbacher nämlich nicht gewinnen, ist das Königsklassen-Ziel schon weit entfernt.

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