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Borussia Mönchengladbach: Alassane Plea mit Tor-Kopie und Top-Form

Borussias Stürmer mit Tor- und Jubel-Kopie : Derby-Erinnerungen bringen Plea zurück in die Top-Form

Beim Derby in Köln kopierte Alassane Plea nicht nur sein Tor von vor einem Jahr. Noch wichtiger für Borussia war, dass sich der Franzose wieder in Top-Form zeigte. Entsprechend gab es von Trainer Marco Rose ein Sonderlob.

Auf der Suche nach ihrem Derbyhelden sind Borussias Fans recht schnell fündig geworden. Sie wählten Alassane Plea nach dem 3:1-Sieg zum besten Mann des Spiels. Der Franzose erzielte in der 14. Minute das 1:0 in Köln – und erinnerte sich, dass es ein Jahr zuvor genauso gelaufen war.

Am 14. September 2019, also nur etwas mehr als zwölf Monate vorher, erzielte Plea ebenfalls die Führung für Borussia im Auswärts-Derby beim Erzrivalen. Nach einem Fehler von Kingsley Ehizibue schob er den Ball am herausstürmenden Köln-Keeper Timo Horn mit dem linken Fuß vorbei.

Vor einem Jahr stellte sich Alassane Plea dem puren Hass der Kölner Fans entgegen. Foto: Dirk Päffgen/Dirk Päffgen (dirk)

Anschließend jubelte Plea aufreizend vor der Südkurve im Stadion, dem Kölner Pendant zur Gladbacher Nordkurve. Daran erinnerte sich der 27-Jährige an diesem Samstag. Gleiche Minute, gleiches Erlebnis, gleiches Tor, gleicher Jubel. Plea baute sich wieder vor der Kölner Fan-Tribüne auf, nur war diese diesmal leer, da nur 300 Zuschauer im Stadion sein durften. Entsprechend schlug ihm diesmal nicht der blanke Hass der FC-Anhänger entgegen.

Stattdessen gab es für Plea viel Liebe der Borussen. Nicht nur nach seinem Tor, sondern auch nach dem Spiel. Von Trainer Marco Rose gab es ein Sonderlob. „Lasso hat wieder seine Klasse gezeigt“, sagte der 44-Jährige. „Man hat gesehen, dass es immer gefährlich wird, wenn er am gegnerischen Strafraum den Ball hat.“

Es war nämlich nicht nur beim Tor alles gleich im Vergleich zum Derby vor einem Jahr. Plea war auch wieder in der Form von damals. Nach seiner Muskelverletzung, die er sich in der Vorbereitung zugezogen hatte, spielte er in Dortmund (0:3) erstmals wieder, gegen Union Berlin (1:1) feierte er sein Startelf-Comeback. Beide Male konnte Plea nicht überzeugen, doch in Köln zeigte er, dass er wieder voll da ist.

Vor allem fußballerisch ist der Stürmer, der in seinen ersten beiden Bundesliga-Saisons jeweils zweistellig getroffen hat, ein absoluter Gewinn. Plea ist im Kader einer der besten, wenn es um die technischen Elemente geht. In Köln hat er aber auch läuferisch alles reingeworfen. Entsprechend flehend schaute er minutenlang vor seiner Auswechslung in der 88. Minute raus zu Trainer Rose.

Für Plea war es dann eine Erlösung, als er das Feld verlassen durfte. Und für Borussia war es auch eine Erlösung, dass Plea wieder in Top-Form ist.