Borussia Mönchengladbach: Alassane Plea, Matthias Ginter, Florian Neuhaus, Fabian Johnson und Mamadou Doucouré sind die Gewinner des Trainingslagers

Gelungene Woche in Spanien : Das sind Borussias fünf Gewinner des Trainingslagers

Marco Rose hatte nach dem Trainingslager in Spanien nur Lob für seine Profis übrig, er war von den Leistungen aller Spieler angetan. Doch fünf Borussen fielen in der Woche besonders auf.

Borussia ist zurück in Mönchengladbach, nach einer Woche in Spanien ist die Mannschaft von Trainer Marco Rose am Samstag nach Deutschland zurückgekehrt und startet ab Montag in die Trainingswoche vor dem Rückrundenbeginn am Freitag bei Schalke 04 (20.30 Uhr). Die Zeit in der spanischen Sonne haben die Gladbacher genutzt, um an verschiedenen Aspekten zu arbeiten – und nicht nur Beobachter konnten sehen, dass viel Feuer und Eifer in den Trainingseinheiten sowie den beiden Spielen gegen den SC Freiburg (beide 2:1) steckten und sich Borussia schon in guter Verfassung zeigte, sondern auch Maro Rose war zufrieden. „Das Wichtigste ist die Beschaffenheit des Platzes und wenn man die Bedingungen in Jerez sieht in der Woche mit den kurzen Wegen und dem tollen Wetter, kann man sagen, dass alles gut war und es sich gelohnt hat, hierher zu kommen“, sagte Borussias Trainer.

Doch es gab einige Spieler, für die es sich besonders gelohnt hat, weil sie noch positiver als ihre Kollegen aufgefallen sind. Fünf Profis haben sich sehr hervorgetan beziehungsweise haben überrascht.

Alassane Plea: Am Ende der Hinrunde zeigte sich der Franzose nicht mehr in der Form vom Saisonstart, doch er hat den Spielwitz, die läuferische Form und den Torabschluss wieder, der Rose und Offensivcoach Alexander Zickler schon kurz nach ihrer Ankunft bei Borussia ins Schwärmen geraten ließ. Der Höhepunkt der Spanien-Woche war Pleas Doppelpack gegen Freiburg, doch auch nach seinen sehenswerten Treffern brillierte der Stürmer in der Partie, offenbarte ein enormes Selbstvertrauen.

Matthias Ginter: Das Standing des Abwehrchefs der Gladbacher wächst und wächst und wächst. In der Chef-Hierarchie ist Ginter mittlerweile eindeutig die Nummer drei hinter Kapitän Lars Stindl und dessen Vize Yann Sommer. Er spricht mögliche Probleme klar an und will sich dieser dann auch selbst annehmen. Auf dem Platz agiert er stets souverän und ist dort ebenso eine verlässliche Größe. Dass er vom „Kicker“ zum besten Innenverteidiger der Liga, sein Hackentor gegen Weißrussland zum schönsten Treffer des Länderspieljahres und er selbst zum besten Nationalspieler des Jahres gewählt wurde, verstärkt diesen Eindruck nochmals.

Florian Neuhaus: Es hat offenbar „Klick“ gemacht in Spanien beim Anwärter auf einen Kaderplatz bei der Europameisterschaft im kommenden Sommer. Neuhaus wurde zu Beginn noch kritisiert in den Übungen, dass er im Pressing „den letzten Schritt“ nicht mache, er bremste kurz vor dem Gegner ab und ging in einer abwartende Stellung, von Rose „Klostellung“ genannt, anstatt durchzuziehen. Gegen Freiburg zeigte Neuhaus auf einer neuen Position im defensiven Mittelfeld aber, dass er es kann. Er zog durch, ging mit voller Power und die Zweikämpfe und konnte so auch die Offensive bereichern. So könnte seine Rückrunde deutlich stärker als die Hinserie werden.

Fabian Johnson: Schon oft war der 32-Jährige ein Gewinner früherer Trainingslager und auch diesmal in Spanien zeigte er, dass er gut aus den Startlöchern kommt. Gerade in den Trainingsspielen zeigte Johnson, wie gut er sich aus engen Situationen befreien kann, er wirkt spritzig und kreativ, defensiv absolut stabil. In dieser Form kann es durchaus passieren, dass er wie schon in der Hinrunde, als er drei seiner vier Saisoneinsätze hatte, zu Beginn mindestens einen der vorderen Jokerplätze bekommt.

Mamadou Doucouré: Die Fortschritte, die Franzose macht, werden immer offensichtlicher. Er ist fit und hat zeigt die fußballerischen Qualitäten, die ihn zu einem ernsthaften Kontrahenten für die Plätze im Team machen können. Nun muss sein Körper nur noch mitspielen und seinem ersten Profipflichtspiel bei Borussia steht in den nächsten Wochen nichts mehr im Wege.