Borussia Mönchengladbach: Alassane Plea ist nah dran an Günter Netzer

Fakten-Check zu Borussia: Plea ist nah dran an Günter Netzer

Nur vier Borussen haben schneller ihr zehntes Bundesligator für Gladbach geschossen als Alassane Plea. Der Franzose, Torwart Yann Sommer und Verteidiger Nico Elvedi halten darüber hinaus derzeit Liga-Bestmarken.

Alassane Plea wird seine erste Bundesliga-Saison mit einer zweistelligen Torbilanz beenden. Das 1:0 in Leverkusen war sein zehnter Treffer im 18. Spiel in der deutschen Eliteklasse. Der letzte Gladbacher Stürmer, der in einer Saison nach 18 Spielen zweistellig getroffen hatte, war Marco Reus, der in der Spielzeit 2011/2012 in den ersten 18 Partien elf Treffer produzierte. Schneller als Plea hatten in der Klubgeschichte nur vier Männer zehn Tore beisammen: Peter Meyer und Harald Nickel schafften es im zehnten Spiel, Frank Mill im 14. und Günter Netzer im 17. Spiel. Direkt hinter Plea liegt Kurt Pinkall, der ihm 19. Spiel das zehnte Tor schoss. Gladbachs Rekordtorschütze Jupp Heynckes, Raffael, Bernd Rupp und Arie van Lent hatten nach 21 Spielen zehnmal getroffen, Allan Simonsen und Oliver Neuville brauchten 27 Spiele, Herbert Laumen 28, Martin Dahlin 29, Henning Jensen 30, Hans-Jörg Criens 40 und Uwe Rahn 73.

Plea legte in Leverkusen eine bemerkenswerte Effektivität an den Tag: Als er den Ball nach 37 Minuten ins Tor schoss, hatte er genauso viele Treffer wie angekommene Pässe in seiner Statistik. Für Plea war es das fünfte 1:0 in dieser Spielzeit, zum vierten Mal gab es danach einen Sieg, nur in Wolfsburg gab es ein Unentschieden (2:2). Zum achten Mal war Plea in der Fremde Torschütze, kein anderer Bundesligaspieler war auswärts öfter erfolgreich. Nur einmal ging ein Spiel verloren, wenn er traf, das war beim 2:4 in Berlin. Bei allen drei Siegen und zwei der drei Unentschieden in fremden Stadien war Plea erfolgreich, seine acht Tore halfen, elf der insgesamt zwölf Auswärtspunkte einzusammeln.

Innenverteidiger Nico Elvedi war in Leverkusen der Ursprung von Pleas Siegtor. Sein Dribbling, dann der Pass auf Lars Stindl, der sich zwischen den Leverkusener Linien tummelte – das war ein Teil des Gladbacher Plans in der BayArena. Stindl, Plea, Hofmann, wieder Plea, es war ein herrliches herauskombiniertes Tor. Dass ausgerechnet Elvedi den einleitenden Pass spielte, verwundert nicht, schließlich ist er mit Bayern-Verteidiger Niklas Süle der passicherste Spieler der Bundesliga (95 Prozent). In Leverkusen kamen 92 Prozent der Zuspiele des Schweizers an. Fast hätte er auch getroffen, doch seinen Kopfball nach der Ecke von Thorgan Hazard, der die größte Torchance des Spiels war, parierte Leverkusens Torwart Lukas Hradecky.

Der dritte Gladbacher, der Liga-Bestmarken hält, ist Torhüter Yann Sommer. Zum achten Mal spielte er in dieser Saison zu Null, das schaffte keiner seiner Kollegen, auswärts gelang ihm das zum dritten Mal nach dem 3:0 bei den Bayern und dem 0:0 bei 1899 Hoffenheim. 79,78 Prozent der Schüsse, die auf Sommers Tor kamen, wehrte er ab, so viele wie kein anderer Torhüter der Bundesliga. Beim Kopfball von Kai Havertz regierte Sommer großartig, doch insbesondere war wichtig, dass er total griffsicher agierte und damit dem Team die nötige Sicherheit gab.

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