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Borussia Mönchengladbach: Adi Hütter hat keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag

Borussias Manager über den künftigen Trainer : Diese Details gibt Eberl von der Hütter-Verpflichtung preis

Borussias Manager Max Eberl sprach im Vorfeld des Spiels gegen Eintracht Frankfurt über die Verpflichtung und den Vertrag des künftigen Gladbach-Trainers Adi Hütter.

Max Eberl war zuletzt in Salzburg. Es war Länderspielpause, also war Zeit, Dinge jenseits des Tagesgeschäfts zu klären. Es war eine lohnende Reise. Denn Borussias Manager traf sich mit Adi Hütter, dem künftigen Gladbach-Trainer, der am Samstag mit seinem Noch-Klub Eintracht Frankfurt in den Borussia-Park kommt (15.30 Uhr/Sky). „Ich habe ihm unsere Geschichte erzählt, die er ja in Teilen kennt wegen des Champions-League-Play-offs gegen seine Berner 2016, und ich habe unsere Vorzüge dargestellt. Es war ein angenehmes, offenes Gespräch. Was ihn letztlich überzeugt hat, zu uns zu kommen, müsste man ihn fragen. Aber ich freue mich, dass er sich für uns entschieden hat“, sagte Eberl.

Weit vorher hatte Eberl Hütter auf der Liste, spätestens seit jenen Play-offs. „Sicherlich haben wir uns mit Adi Hütter schon intensiv beschäftigt. Wir verfolgen und scouten nicht nur Spieler, sondern auch Trainer“, sagte Eberl. Hütter war für ihn schnell die „Toplösung“, nachdem Marco Rose seine Wechselabsicht in Richtung Borussia Dortmund preisgegeben hatte. „Nach der Verkündung habe ich mich mit der Trainersuche beschäftigt und habe bei Adis Berater das Interesse hinterlegt, aber wissend, dass er bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag steht, mit Frankfurt gerade eine großartige Serie spielt und die Möglichkeit hat, die Champions League zu erreichen“, berichtete Eberl nun.

Als sich dann bei der Eintracht „vieles geändert hat“, wie Hütter sagt, war Eberl, der Hartnäckige, da. Es gab konkrete Verhandlungen und schließlich am vergangenen Wochenende die Einigung auf einen „reinen Dreijahres-Vertrag ohne Ausstiegsklausel“, wie Eberl klarstellte. Generell „bedeuten Ausstiegsklauseln Klarheit. Ich bin kein Freund davon, aber wenn es in den Vertragsverhandlungen eine Thematik ist, würde ich nicht pauschal sagen: ohne Klausel oder gar nicht“, sagte Eberl.

Im Detail wollte er auf die Vorzüge des neuen Trainers und dessen sportliche Handschrift nicht eingehen. „Wir haben in der aktuellen Saison noch sechs Spiele. Adi Hütter wird ab dem 1. Juli seinen neuen Job hier antreten und dann ist die Zeit, über Vorzüge und Qualitäten zu sprechen. Jetzt ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt“, sagte er.

Eine Impression dessen, was Hütter-Fußball ist, gibt es bei der Besichtigung des Gladbacher Gegners am Samstag. Marco Rose weiß da Bescheid, er hat sein Team auf den Gegner vorbereitet. „Die Eintracht steht für einen sehr aggressiven, intensiven Fußball. Wir werden mit Ball wenig Zeit haben und schnelle und gute Entscheidungen treffen müssen“, sagte Rose und fügte hinzu: „Sie versuchen, schnell vor das gegnerische Tor zu kommen und haben starke Stürmer und Kombinationsspieler. Da ist viel fußballerische Qualität und eine Menge Wucht.“

Der Konstellation, auf seinen eigenen Nachfolger zu treffen, wollte Rose keine große Bedeutung beimessen. „Es spielt Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt. Ich bin für Gladbach verantwortlich, Adi für Frankfurt. Der Fokus liegt nur auf dem Spiel. Das Ganze ist natürlich für die Menschen drumherum nun etwas spektakulärer, aber für mich ist das nichts Außergewöhnliches“, sagte Rose.

Dass Hütter schon in die Kaderplanungen Borussias einbezogen ist, deutete Eberl an. „Der Trainer hat Einfluss auf den Kader, er muss mitentscheiden, welche Spieler infrage kommen“, sagte er. Hütter passt grundsätzlich zu Borussias facettenreichen Kader, in den „jeder Trainer der vergangenen zehn Jahre seinen Input beigetragen hat“, wie Borussias Manager sagte. „Es ging darum, für den Kader einen Trainer zu finden, der am besten passt und ihn mit seinen Qualitäten nochmal weiterbringt“, sagte Eberl. Dieser Trainer ist in seinen Augen Hütter. Das stellte er nicht erst beim Treffen in Salzburg fest.